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06. Dezember 2017

Leserbriefe

WINDKRAFT AM GLASERKOPF

Unglaubwürdige Leistungswerte
Zu unserem Bericht "Testbetrieb auf Hochtouren" vom 23. November

Ihre Berichterstattung vom 23. November unter der Überschrift "Testbetrieb auf Hochtouren" habe ich mit großem Erstaunen gelesen. Die angeblich "erneuerbaren Energien", die es – um der Wahrheit einmal die Ehre zu geben – nun einmal trotz aller Bekundungen und guten Absichten bis ans Ende aller Tage nicht gibt und leider auch nicht geben wird, sind seit geraumer Zeit imstande, Berichterstattungen zu Glaubensbekenntnissen verkommen zu lassen. Dies, anstelle einer differenzierten Betrachtung und Kommentierung zu einem Thema, bei dem es in erster Linie um Physik, Geld und Macht geht. Wobei die Reihenfolge in der Realität eher umgekehrt aussieht. Statt den Profiteuren dieser sehr erfolgreichen Branche, die es geschafft hat, die Verbraucher für ihr ungeniertes Gewinnstreben mit Hilfe der Politik einzuspannen, ein kostenloses Forum zu bieten, sollte eine auf ihre Unabhängigkeit bedachte Zeitung die Objektivität zum Maßstab ihrer Berichterstattung machen. Es ist mehr als leichtfertig, die Werbeaussagen von Windkraftbetreibern zu den vermeintlichen Leistungen einer Windkraftanlage oder eines Windparks 1:1 zu übernehmen.

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Angebliche Leistungswerte der Windkraftanlagen in Pressemappen oder auf Betreiber-Websites haben mit der Realität kaum etwas gemein, Leistungsnennwerte schon gar nicht, da sie lediglich das theoretische Potential wiedergeben. Und das ist mit einem hochgegriffenen Durchschnitt von noch nicht einmal 15 Prozent Energieerzeugungseffizienz bei Windkraftanlagen nicht nur sehr bescheiden, sondern mehr als zweifelhaft. Konkret heißt das, nicht, wie vielfach geschehen, Halb- und Unwahrheiten einer Branche und deren Unternehmen zu übernehmen, die sich einen feuchten Kehricht um die unmittelbaren Belange von Mensch, Natur und Umwelt in dieser Region kümmern.

Autor: Bernd Fischbeck, Kleines Wiesental