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28. Juli 2016

Nord-Süd-Gefälle im Kleinen Wiesental

Beim Besuch des Bundestagsabgeordneten Armin Schuster gab es Vorschläge, wie man dem Tourismus wieder auf die Beine helfen kann.

  1. Viele Beherbergungsbetriebe wünschen sich mehr Infrastruktur im Kleinen Wiesental, etwa ausgewiesene Radwege und ein Tourismusbüro. Auf dem Bild sieht man Neuenweg. Foto: alexander huber, Dirk sattelberger

  2. Armin Schuster Foto: Alexander Huber

KLEINES WIESENTAL (BZ). Der Fremdenverkehr in der Gemeinde ist in den letzten 20 Jahren kräftig zurückgegangen. Wie das Kleine Wiesental für Urlauber interessanter werden könnte, war ein Thema beim Gespräch von Armin Schuster (CDU) mit Vertretern von Übernachtungsbetrieben.

Anlässlich seines mehrstündigen Besuches informierte sich der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster über die Situation des Tourismus im Kleinen Wiesental. Der CDU-Ortsverband hatte hierzu die Vorsitzende des Tourismusvereins Brigitte Böhni aus Neuenweg eingeladen.

Festzuhalten bleibt, dass sich die Übernachtungszahlen zwischen 1999 und 2015 von gut 50 000 auf gut 25 000 praktisch halbiert haben. Als Gründe hierfür wurde zum Einen der Generationenwechsel, aber auch die Schließung von Gaststätten und anderen Einrichtungen genannt. Der Schwerpunkt bei den Übernachtungszahlen im Kleinen Wiesental liegt derzeitig eindeutig im Bereich Ferienwohnungen.

Brigitte Böhni sagte, dass die Struktur und damit auch das Interesse am Thema Fremdenverkehr im Tal höchst unterschiedlich ausgeprägt sei – während im oberen Kleinen Wiesental das Thema eine große Rolle spiele, sei das Interesse im südlichen Bereich doch eher zurückhaltender. Sie berichtete des Weiteren über zahlreiche Aktivitäten des Tourismusvereines, wie zum Beispiel das Weideauftriebsfest, das mit einem enormen Aufwand verbunden sei. Als Ziele nannte sie unter anderem ein festes Büro für Tourismus im Rathaus in Tegernau.

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Ein Problem ist nach den Worten des stellvertretenden Vorsitzenden des Tourismusvereins, Hubert Pohl, auch die fehlende Infrastruktur im Tal. Zudem würden Angebote für Familien fehlen. Und Jürgen Grether von der "Sennhütte" vermisst Radwege im Kleinen Wiesental. Auch bei den Hinweisschildern im Straßenverkehr sei noch Verbesserung von Nöten.

Armin Schuster zeigte sich beeindruckt von den Aktivitäten und sprach sich gleichzeitig für neue Konzepte aus. Sonst koche jeder auf einem doch begrenzten Raum sein eigenes Süppchen. Schuster und Dieter Vollmer vom CDU-Ortsverband wollen am Thema Tourismus dran bleiben, hieß es zum Abschluss des Besuchs.

Autor: xeis