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31. August 2010

So kommt der Blues ins Dorf

Bluesband "Shri" aus Arizona legte auf der Europatournee einen Stopp in der Wieser "Krone" ein / Weitere Konzerte geplant.

  1. Blues vom Feinsten bot die Band „Shri“ aus Arizona vor kleinem Publikum in der „Krone“ Wies. Foto: Jacob

WIES. Der Blues kommt ins Dorf: Auf ihrer Europatournee machte die amerikanische Bluesband "Shri" Station im beschaulichen Wies und begeisterte das überschaubare Publikum in der "Krone" sicher nicht weniger als die 2500, die zuvor in Reutlingen gezählt wurden. Weitere Konzerte stehen in Wies bereits fest. Künftig soll es auch ab und zu Auftritte geben in Kooperation mit "Exbluesive", einem neuen Bluesclub im Dreiländereck.

Im vergangenen Dezember war schon "Big Daddy Wilson" hier, Kronenwirt Henry Jelen engagierte zwischenzeitlich auch den Musikverein Wies und das alemannische Duo "Wunderfitz". Das nächste Blueskonzert in der "Krone" findet am 31. Oktober statt, dann gastiert der Kanadier Bill Bourne, und im November soll die Reihe mit Ralph Brauner fortgesetzt werden, kündigt Jelen an

Wie kommt es, dass eine hochkarätige Band wie "Shri" den Weg nach Wies findet? Zwei Dinge kamen anfangs zusammen: Zum einen der Wunsch des Wirts, hin und wieder Konzerte zu veranstalten, zum anderen der dafür aufgeschlossene Blueskenner und "Radiomensch" (Kanal Ratte) Klaus Deuss aus Raich, der Kontakte zur Bluesszene hat und bei der Vermittlung half. Zur Zeit ist ein trinationaler Bluesclub namens "Exbluesive" im Entstehen, kündigt Klaus Deuss an. In der Regio sollen regelmäßig Konzerte stattfinden "mit einem hohen Anspruch an Qualität". Im Vorprogramm will man weniger bekannten, aber vielversprechenden Gruppen zu einem Auftritt verhelfen, und da kommt die Kooperation mit der Wieser "Krone" wieder ins Spiel: Nach den "Exbluesive"-Konzerten ist geplant, dass die Vorgruppen hier noch einmal auftreten. In einer Zeit, in der die öffentliche Hand weniger Geld für Kultur übrig hat, werden solche privaten Initiativen immer wichtiger, ist Klaus Deuss überzeugt. Am Sonntag sollte das Krone-Konzert eigentlich im Freien stattfinden, wo mehr Platz ist, aber unter anderem schmälerte der zeitgleiche Auftritt der "Pepperhouse Stompers" auf dem Lipple die Zuhörerschar – darunter auch Dr. Hans Viardot, der solche Kulturinitiativen im Kleinen Wiesental natürlich begrüßt.

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Autor: Hermann Jacob