Steter Einsatz für die Energiewende

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Von bry & BZ-Redaktion

Sa, 26. November 2016

Kleines Wiesental

Verein "Erneuerbare Energien" zieht positive Bilanz / Lobende Worte vom Gast Michael Sladek / Helmut Grether neuer Rechner.

KLEINES WIESENTAL (BZ). Über viel Lob durften sich die Mitglieder des Vereins "Erneuerbare Energien Kleines Wiesental" bei ihrer Hauptversammlung freuen. Daniel Weiß bedankte sich für die Unterstützung bei den Datenerhebungen für die Nahwärmenetze in Tegernau und Wies. Und Michael Sladek sprach den Mitgliedern ein grundsätzliches Lob aus. "Es ist unglaublich, was Sie mit Ihrem Verein in den letzten Jahren geleistet haben", erklärte er.

"Wir sind ein eher diskreter Verein", erklärte der Vorsitzende Heiner Fabry zu Beginn des Rechenschaftsberichts. Viele Projekte, die der Verein angestoßen hat oder betreut, hätten zum Teil eine lange und intensive Vorbereitungszeit. "Daher können wir im Jahresverlauf nur selten mit spektakulären Schlagzeilen aufwarten", ergänzte er. Trotzdem listete der Bericht des erweiterten Vorstands eine ganze Reihe von erfolgreichen Projekten auf, an denen der Verein beteiligt ist.

Beim Projekt "Geothermie Bürchau" setzt der Verein die Kooperation mit dem Karlsruhe Institute of Technology (KIT) fort. Im November wurde mit Professor Thomas Kohl und Eva Schill vom KIT und Rudolf Erne vom Steinbruch in Tegernau eine Vereinbarung getroffen, nach der Rudolf Erne die Forschungsarbeiten in Bürchau mit eigenen Bohrungen im Bereich des Dorfgemeinschaftshauses unterstützen will. "Damit könnten wir bei unseren Bemühungen, das austretende warme Wasser in Bürchau künftig energetisch nutzen zu können, einen guten Schritt voran kommen", erklärte Harald Senn.

Das vom Verein mit vorbereitete Nahwärmenetz in Tegernau ist soweit abgeschlossen, erklärte Daniel Weiß von der EWS Energie GmbH. In der kommenden Woche wird der Holzheizkessel in Betrieb genommen. "Von den an der Leitungsstrecke gelegenen 36 Häuser haben sich 35 an das Nahwärmenetz angeschlossen. Mit einem solchen Erfolg hatten wir nicht gerechnet", betonte Daniel Weiß. Im Augenblick läuft die Datenerhebung für ein Nahwärmenetz in Wies, wieder unter Leitung von Werner Schleith und in Zusammenarbeit mit Helmut Grether und Ortsvorsteher Rolf Vollmer. Werner Schleith bestätigte, dass die Vorstudie bis Mitte Dezember abgeschlossen sein wird, so dass dann eine Wirtschaftlichkeitsberechnung beginnen kann.

Zu dem Projekt des Nahwärmenetzes Wies und den Diskussionen um die Finanzierung des Vorhabens äußerte sich auch Michael Sladek. Zu der Weigerung des Gemeinderats, für das Kraftwerk Köhlgartenwiese eine Kapitalerhöhung durchzuführen, erklärte er, er habe in der jetzigen Situation für die Haltung von Verwaltung und Gemeinderat größtes Verständnis. Die Frage, ob eine Kommune für Maßnahmen der Daseinsvorsorge möglicherweise in anderen Förderbereichen Nachteile befürchten müsse, sei ein grundsätzliches Problem, das nur auf einer höheren Ebene gelöst werden könne, erklärte Michael Sladek. Um die Lösung dieses Problems werde er sich zusammen mit Bürgermeister Gerd Schönbett kümmern. Es dürfe aber nicht sein, dass ein zukunftsorientiertes Projekt an politischen Problemen scheitere.

Rechnerin Jacqueline Dumont legte einen positiven Kassenbericht vor. Die Entlastung des Vorstands erfolgte einstimmig. Bei den Wahlen wurden der Vorsitzende Heiner Fabry und als Beisitzer Harald Senn in ihren Ämtern bestätigte. Jacqueline Dumont legte ihr Amt als Rechnerin nieder, das Helmut Grether übernahm. Im Namen des Vereins bedankte sich Fabry bei Jacqueline Dumont, die sich schon bei der Gründung für den Verein einsetzte, mit einem Blumenstrauß. "Ihre Hilfe und ihre Mitarbeit waren immer von größtem Nutzen für uns alle. Sie wird uns allen fehlen", sagte er. Jacqueline Dumont bedankte sich für die herzlichen Worte. Sie scheide aus, weil sie beruflich und privat andere Schwerpunkte setzen müsse.