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06. Juni 2012

Über Don Quijotes Heimat

Mit dem Segelflugzeug vom Hotzenwald nach Andalusien: Zwei Segelflieger erzählen.

  1. Diese beiden Flieger haben die Reisen immer gemacht, dabei gefilmt und fotografiert: Werner Wassmer, der die Multiamediashow stellte (links) und Peter Simon, der die Flüge organisierte. Foto: Gabriele Rasenberger

TEGERNAU. Mit dem Segelflugzeug vom Hotzenwald bis nach Andalusien – diese Strecke präsentierte Werner Wassmer in einem interessanten Film. Eingeladen dazu hatte das Wirtshausmuseum Krone. Wassmer und Peter Simon fliegen regelmäßig in diese Richtung. Sie haben von Flügen der letzten Jahre eine verfilmte Reise zusammengestellt, die beeindruckend war.

Vor allem Spanien, Andalusien, wurde vorgestellt. An diesen Ausflügen nahmen zwischen zwei Personen – mit einem Segler – bis zu zehn Personen mit sieben Segelflugzeugen statt. So konnte man außerdem Wissenswerten über die Städte und Landschaften noch einige Anekdoten hören. Besonders von Spanien wurde viel berichtet: So ging die Reise bis nach Granada, die meist besuchte Stadt in Spanien. Die Festung Alhambra ist eine der herausragenden Bauten, die von den Mauren erbaut wurde. Ein weiteres Highlight ist die Provinz La Mancha, die Heimat von Don Quijote. Wer die Bilder von der alten Windmühle sieht, kann sich lebhaft vorstellen, wie Don Quijote gerade entgegenkommt. In dieser Region liegt die Stadt Cuenca mit ihren berühmten hängenden Häusern, die in Fels gebaut sind. Die Kathedrale dieser Stadt ist genauso interessant, da hier beim Bau das Geld ausging. So ist nur die Vorderfront recht groß, doch schon an den oberen Fenstern ist zu sehen, dass es beim Bau nicht weiterging, denn man kann durch diese Öffnungen den Himmel sehen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Mezquita-Moschee in Córdoba, die auch von den Mauren erbaut wurden. Dies sind nur einige der Städte und Regionen, in die ein Einblick gegeben wurde. Es folgten weitere mit den Sehenswürdigkeiten und dem historischen Hintergrund dazu, wie Toledo, Fuentemilanos oder Chochinillo. Imposant waren die Bilder aus der Luft dazu zu sehen, genauso können die Flächen des Landes aus der Vogelperspektive eine enorme Wirkung haben.

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Zum Schluss der gemeinsamen Reise ging es zum Ausgangsflughafen – Hütten im Hotzenwald, hier wurde noch kurz für den Rückflug die bekannte Heimat eingeblendet.

Über eineinhalb Stunden ging die ausführliche, kurzweilige Reise des vertonten Filmes, der zwischendurch aber auch an zwei Stellen angehalten und dokumentiert wurde. So wissen die Besucher jetzt, welchen Umstand der moderne Besen von Harry Potter seinen Namen zu verdanken hat, denn bei dem Segelflugzeug handelt es sich um eine Nimbus 4DM mit einer Spannweite von 27 Metern (zur Erinnerung: Harry Potter fliegt einen Nimbus 2000). Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 285 Kilometer und der Motor, der wirklich nur bei Bedarf eingesetzt wird, hat 60 PS.

Der Film weckte auf der einen Seite Urlaubsgefühle, auf der anderen Seite die Sehnsucht danach, weiterhin mehr aus der Vogelperspektive zu sehen. Die Besucher im gut gefüllten Saal waren jedenfalls überaus angetan von dieser Vorführung.

Autor: Gabriele Rasenberger