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07. Oktober 2009 16:34 Uhr
Interview
Kojo Boison ist Deutscher Meiser im Jojo
Erst 16 Jahre alt und schon Deutscher Meister – der Jojo-Spieler Kojo Boison ist Titelträger in der Disziplin Freestyle. Worauf kommt es bei diesem Sport an? Ein Interview.
Keine drei Jahre ist es her, dass Kojo Boison im Fernsehen einen Jojospieler sah und dachte, das müsse er mal ausprobieren. Jetzt ist der 16-Jährige Deutscher Meister im Jojospielen geworden – mit zwölf Tricks, die er im dreiminütigen Freestyle vorgeführt hat. Boison besucht die 10. Klasse im Rotteckgymnasium und lebt in der Wiehre.
BZ: Was braucht es, um Deutscher Meister im Jojo spielen zu werden?Kojo Boison: Da kann ich natürlich nur für mich sprechen. Ich glaube, zum einen ist es wichtig, sehr viel zu üben. Als ich angefangen habe, habe ich locker sieben Stunden täglich gespielt. Das wird ab einem gewissen Niveau natürlich weniger, man macht auch mal Pausen. In Vorbereitung auf die Meisterschaft jetzt habe ich aber wieder jeden Tag mindestens eine Stunde lang trainiert. Zum zweiten sollte man bühnenfest sein. Es gibt viele Spieler, die sind beim Auftritt aufgeregt und dann gelingen die Tricks nicht.
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BZ: Was wollten Sie als Kind werden?
Boison: Architekt.
BZ: Was ist Ihr Lieblingsplatz in Freiburg?
Boison: Der FT-Sportplatz.
BZ: Ihr Lieblingsessen?
Boison: Pizza.
BZ: Ihr Lieblingsfach in der Schule?
Boison: Biologie.
BZ: Wann waren Sie zuletzt in der Kirche?
Boison: Keine Ahnung. Ich war wohl überhaupt erst dreimal in meinem Leben in der Kirche.
BZ: Worüber können Sie herzhaft lachen?
Boison: Wenn anderen etwas passiert, also aus Schadenfreude.
BZ: Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
Boison: Jojo und Tischtennis spielen, Freunde treffen und Computer spielen.
BZ: Wann waren Sie das letzte Mal im Kino? In welchem Film?
Boison: Das ist mehr als zwei Jahre her, ich glaube, in "Fluch der Karibik II". Heute schaue ich die Filme übers Internet.
BZ: Welche Musik hören Sie gerne?
Boison: HipHop und Rock querbeet.
BZ: Haben Sie ein Vorbild?
Boison: Meinen großen Bruder. Der ist 27, raucht und trinkt nicht und ist jetzt fast fertig mit seinem Referendariat.
BZ: Wovor haben Sie Angst?
Boison: Vor Spinnen.
BZ: Was lesen Sie gerade?
Boison: "Im Krebsgang" von Günter Grass, das müssen wir im Deutschunterricht lesen.
BZ: Welche Eigenart hätten Sie lieber nicht?
Boison: Meinen starken Ehrgeiz.
BZ: Welche Eigenschaften schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?
Boison: Bescheidenheit, Selbstvertrauen und Coolness.
BZ: Was bringt Sie auf die Palme?
Boison: Arrogante und dumme Menschen.
BZ: Wo machen Sie gerne Urlaub?
Boison: Ich würde gern mal einige berühmte Städte besuchen und nach Florida.
BZ: Wo würden Sie gerne leben?
Boison: Darüber hab ich mir noch keine Gedanken gem acht, die nächsten Jahre will ich schon erstmal in Freiburg bleiben.
BZ: Was war Ihr größter Erfolg im Leben?
Boison: Jetzt der Titel des Deutschen Meisters.
BZ: Was fehlt zum vollkommenen Glück?
Boison: Ein neuer Rucksack und neue Kopfhörer.
BZ: Angenommen, Sie gewinnen bei Jauch eine Million. Was machen Sie damit?
Boison: Ein Haus und Aktien kaufen. Und die dann wieder teuer verkaufen.
BZ: Was werden Sie in zehn Jahren machen?
Boison: Ich vermute mal, studieren. Vielleicht Sportwissenschaft, vielleicht Informatik, ich bin da noch nicht festgelegt.
BZ: Bitte vervollständigen Sie: Als Oberbürgermeister von Freiburg würde ich . . .
Boison:. . . darauf achten, das Geld sinnvoll zu verteilen und es zum Beispiel nicht in eine Säule der Toleranz stecken. Statt dessen würde ich alte Gebäude sanieren lassen und darauf achten, dass die Schulen intakt sind.
Autor: Claudia Füßler



