Neue Büroräume über der Maschinenhalle

Nikolaus Bayer

Von Nikolaus Bayer

Sa, 28. Oktober 2017

Kollektive

Pfaff GmbH erstellt Anbau für repräsentativen Empfangsbereich / Neue Auftragskunden im Jubiläumsjahr.

Die Pfaff GmbH hat ihren Standort auf dem Gelände der ehemaligen Kollnauer Baumwollspinnerei, wo sie 1992 als erstes Unternehmen eine der Industriehallen bezog. Nun, zum Firmenjubiläum, folgt dort eine weitere bauliche Investition. Die historische Fabrikhalle erhält einen Anbau, dem bereits eine Verlagerung der zu klein gewordenen Büroflächen vorangegangen ist. Die gesamte Verwaltung des Unternehmens wurde in die Etage über der Maschinenhalle verlegt. Zu diesem Zweck sind dort ein neues Open-Space-Büro mit zehn Arbeitsplätzen, ein Konferenzraum mit Küche sowie Sanitäranlagen und auch ein Firmen-Archiv eingerichtet worden, das hier einen sicheren Platz hat.

Die gesamte, zuletzt als Lager genutzte Dachfläche wurde in den Umbau einbezogen, wobei manche Details des aus den 1870er-Jahren stammenden Gebäudes erhalten blieben. Fenster und Türen behielten ihre historischen Formen. Die alten Fachwerk-Dachbalken, jetzt rot gestrichen, dominieren das Großraumbüro. Eine neu eingebaute Lichtkuppel im First sorgt für Helligkeit. Mit der redundanten Abwärme der Maschinen unten werden alle Räume oben nachhaltig beheizt. Verbessert wurde besonders die Kommunikation der Mitarbeiter, die nicht länger über verschiedene Räume verstreut arbeiten.

Durch diese Verlegung wurde das bisherige Bürogebäude aus den 1950er-Jahren entbehrlich und abgerissen. An seiner Stelle entsteht nun ein neues Empfangsgebäude mit Treppen und Aufzug. Produktion und der Bürotrakt erhalten damit einen zeitgemäßen Zugang. Die Arbeiten werden nach einer Gesamtumbauzeit von 15 Monaten in Kürze abgeschlossen. Einweihung und Firmenjubiläum können dann am Jahresende zusammen gefeiert werden, kündigt Corinna Pfaff an.

Die künftige Firmenchefin blickt auch zuversichtlich in die nahe Zukunft. Vier Neukunden aus den Bereichen Sensorik und Medizintechnik sind im Jubiläumsjahr dazugekommen. Im Automotive-Sektor zähle man weiter zu den "Top-Lieferanten von Mehrkomponententeilen", teilt sie erfreut mit. Eigenes Know-how, Flexibilität, Vernetzung mit Forschungsstellen und Messeauftritte zahlen sich eben aus.