Kommentar

Freiburg-Marathon: Kommerzieller Anbieter unwahrscheinlich

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Mi, 15. Februar 2017 um 00:16 Uhr

Kommentare

Dass für den Freiburg-Marathon nun ein anderer kommerzieller Anbieter gefunden wird, erscheint eher unwahrscheinlich – wer will schon in ein Sportsegment einsteigen, das auf dem absteigenden Ast ist?

Große Breitensportveranstaltungen können wie Pilze aus dem Boden schießen, sich über viele Jahre halten – aber sie unterliegen eben auch Trends. Diese Erfahrung muss nun auch Freiburg machen mit dem Marathon, den es hier seit 2004 gibt. Von einst fast 12 000 Läufern scheint die Teilnehmerzahl nun auf 9000 abzusacken – trotz der Möglichkeit, dass im Gegensatz zu den Anfangszeiten mehr Strecken als die klassischen 42,195 und 21,1 Kilometer angeboten werden.

Zu wenig für einen kommerziellen Anbieter, wie Marathon-Macher Gernot Weigl jetzt ausführt. Eine Marke unter 10 000 Startern, das hat er schon vor Jahren durchblicken lassen, sei für ihn ein Grund, über einen Rückzug nachzudenken. Zu unrentabel. Also handelt er nun konsequent und verabschiedet sich aus dem Breisgau. Auf die gestiegene Zahl von Firmen- und Spaßläufen zu verweisen, ist allerdings unredlich. Schließlich war es doch Weigl, der Freiburg neben dem Marathon auch noch im Jahr 2013 mit einem Firmenlauf beglückt hat.

Dass nun ein anderer kommerzieller Anbieter gefunden wird, erscheint eher unwahrscheinlich – wer will schon in ein Sportsegment einsteigen, das auf dem absteigenden Ast ist? Man muss schon den unerschütterlichen Optimismus eines Bernd Dallmann haben, um an eine Zukunft für den Freiburg-Marathon zu glauben.