Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

21. Dezember 2011

Strom ist nicht knapp

Tagesspiegel: Gute Nachricht zum Jahresende

Es gibt in diesem Krisenjahr 2011 noch gute Nachrichten. Eine davon ist, dass wir nicht im Dunklen sitzen müssen, obwohl acht alte Atomkraftwerke vom Netz gegangen sind. Die deutschen Kraftwerke haben im zu Ende gehenden Jahr so viel Strom produziert, dass es per Saldo noch für einen Exportüberschuss reicht. Das gilt auch für die zweite Jahreshälfte, als die Atommeiler schon vom Netz waren. Gewiss, die Netzagentur warnt, dass das Stromnetz an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit kommt. Gewiss, der Winter mit seinen kalten Tagen fängt erst an. Wenn das ganze Land bei Minusgraden bibbert, wird die Höchstlast der Kraftwerke gefordert. Aber fürs Erste kann man sagen, dass die Energiewende nicht an fehlenden Kapazitäten scheitert. Das heißt nun nicht, dass die Sache schon gelaufen wäre, sie steht am Anfang. Der Ausbau der erneuerbaren Energien geht zwar dank der üppigen Förderung munter voran. Aber mit dem Energiesparen, dem effizienten Einsatz der Energie, hapert es. Da blockieren sich Bund und Länder beim Streit um die richtige Förderung für die Sanierung von Wohngebäuden. Da stehen sich die Regierungsparteien Union und FDP im Weg, wenn es darum geht, die Bürger zum Energiesparen zu bewegen. Um 20 Prozent soll der Energieverbrauch bis 2020 in der EU sinken. Aber FDP-Wirtschaftsminister Rösler lehnt die Ideen von EU-Energiekommissar Oettinger als Planwirtschaft ab. Das muss sich ändern, wenn sich die Energieversorgung ändern soll.

Werbung

Autor: Jörg Buteweg