Kooperation mit Schule geplant

Ute Schöler

Von Ute Schöler

Do, 22. Februar 2018

Kenzingen

Arbeitsgemeinschaft für Geschichte und Landeskunde Kenzingen will die Zusammenarbeit intensivieren.

KENZINGEN. Die Arbeitsgemeinschaft für Geschichte und Landeskunde in Kenzingen (AgGL) will die Beziehung zu den Schulen intensivieren. Das wurde bei der Mitgliederversammlung am Montag deutlich. Der Verein und die Grundschule streben demnach die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags an.

Auch mit dem Gymnasium seien Gespräche geplant, sagte Roswitha Weber, Schriftleiterin der "Pforte". Sie bekräftigte die Vereinsbestrebungen, das Geschichtsbewusstsein durch altersgerechte Vermittlungsprojekte auch bei jüngeren Generationen fördern zu wollen. Dies sei auch für die Zukunftsgestaltung wichtig. Weber, Zeit ihres Berufslebens unermüdlich engagierte Grundschullehrerin, setzt sich daher weiterhin für lebendige Schulprojekte und Unterrichtseinheiten zu geschichtlichen Themen ein.

Sie berichtete auch von der Arbeit an der Ausgabe 2017/18 der "Pforte". 25 Autoren hätten dafür ehrenamtlich geforscht und Aufsätze verfasst. Die Ausgabe hat das Schwerpunktthema "Historische Altstadt – Kleindenkmale – Mühle – Herrschaftssitze – facettenreiche Denkmallandschaft in Kenzingen". Sie soll am 19. Oktober im Bürgersaal präsentiert werden. Mit der neuen Ausgabe will sich der Verein auch wieder für den Landespreis für Heimatforschung Baden-Württemberg bewerben. Für das Heft 2019/20 seien bereits 23 Autoren im Einsatz.

Durch die Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Freiburg und eine 100-Prozent-Förderung durch das Kultusministerium Baden-Württemberg liegt "Die Pforte" ab Jahrgang 1, Heft 1 (1981), nun digitalisiert vor und kann über die Vereinswebsite auf den Servern der Universitätsbibliothek abgerufen werden. Eine Anleitung dazu soll noch folgen.

Die aktuelle "Pforte" sei eine große Herausforderung gewesen, sagte der Vorsitzende Klaus Weber. Derzeit zähle die AgGL 35 Mitglieder, darunter drei Neuzugänge. Für 2018 sind verschiedene Vorträge in der Planung. Angedacht ist auch eine Ausstellung, zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Stadtfest.

Klaus Weber forderte, dass bei der Auflösung von Ehrengräbern wenigstens die Grabplatten gerettet und der ursprüngliche Standort dokumentiert werden sollten. Schließlich sei die Geschichte ein wichtiges Aushängeschild der Stadt, die unter anderem einen Schatz von Grabplatten aus fast 700 Jahren habe. Wichtig sei, dass die Stadt mit den gewonnenen Erkenntnissen etwas anfange, so Weber.

Mit der Stadtverwaltung werde geprüft, ob ein Teil der AgGL-Literatur in städtische Räumlichkeiten ausgelagert werden könne.

Druck der nächsten Ausgabe der "Pforte" ist gesichert

Die von Christel Benzin geführte Kasse schloss laut dem Bericht des Kassenprüfers Reinhold Hämmerle mit einem "gesunden Plus". Durch Zuschüsse der Stadt Kenzingen, des Regierungspräsidiums (Landeszuschuss für Heimatpflege), der Förderung für Bürgerschaftliches Engagement und verschiedener Sponsoren sowie durch Inserate örtlicher Firmen sei der Druck der nächsten Ausgabe der "Pforte" gesichert.

Bürgermeisterstellvertreter Günter Krug bedankte sich in seinem Grußwort für die "mit viel Engagement und Zeitaufwand" erfüllte Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft, die wertvoll für die Stadt sei. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Uwe Feißt berichtete von der Jubiläumsveranstaltung "150 Jahre Hammerschmiede" im Muckental (Bleichtal) an Pfingsten 2017, bei der er unter anderem durch die Festschrift von der AgGL unterstützt worden war. Klaus Weber betonte die Wichtigkeit seines Einsatzes für den Erhalt des Industriedenkmals und wünschte der Familie Feißt dabei auch von städtischer Seite nachhaltige Unterstützung.

Zum Abschluss berichtete Reiseleiter Volker Fundinger über eine achttägige Reise in die Partnerstadt Vinkovci im Juli 2017 mit 18 Teilnehmern. Unter anderem sei dabei ein Zwillingsband der "Pforte" in kroatischer Sprache präsentiert worden. Die Stadt Kenzingen hatte der kroatischen Partnerstadt eine historische Stadtansicht Kenzingens geschenkt, die der Spezialist für historische Rekonstruktionszeichnungen, Hans-Jürgen van Akkeren, in Aquarelltechnik angefertigt hat.

Weitere Informationen unter http://www.aggl-kenzingen.org