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19. Januar 2011

CDU geht mit breiter Brust in die Wahl

"Wir sind unglaublich gut aufgestellt" / Gemeinsamer Neujahrsempfang von Kreisverband und Mittelstandsvereinigung.

  1. Beim Neujahrsempfang der CDU schnitten sie gemeinsam die Neujahrsbrezel an (von links): MIT-Kreisvorsitzender Rudolf Lais, Landtagsabgeordneter Klaus Schüle, Kreisvorsitzender und Landtagskandidat Patrick Rapp sowie die Landtagsabgeordneten Gundolf Fleischer und Bernhard Schätzle. Foto: Benjamin Bohn

IHRINGEN/LANDKREIS BREISGAU-HOCHSCHWARZWALD. Der Neujahrsempfang wurde zur Wahlkampfplattform: Rund 200 CDU-Anhänger aus dem Landkreis stimmten sich am Sonntagabend in Ihringen auf die bevorstehende Landtagswahl im März ein. Der CDU-Kreisverband Breisgau-Hochschwarzwald und die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT) hatten gemeinsam zum Neujahrsempfang in die Ihringer Neunlindenschule eingeladen.

"Es ist Zeit, dass wir nach vorne blicken", sagte Patrick Rapp, der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Breisgau-Hochschwarzwald. Denn, so fuhr er weiter: "Baden-Württemberg ist spitze." Dafür habe die erfolgreiche CDU-Politik der vergangenen Jahre gesorgt, die unter anderem gute Bedingungen für innere Sicherheit, Bildung, Kinderbetreuung und für eine niedrige Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen geschaffen habe, so der Kreisvorsitzende, der Landtagskandidat im Wahlkreis Breisgau ist.

Man müsse dafür kämpfen, dass das Land auch spitze bleibe. Dafür würden Lösungen, aber keine Phrasen gebraucht. Unter anderem sprach Rapp Themen wie das 3./4. Gleis, Flurneuordnungen, die Retention in Hartheim, Breisach und Vogtsburg-Burkheim und die Aufhebung des Weinanbaustopps an.

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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Schuster verglich die Parteienlandschaft nicht ohne Schmunzeln mit dem Einzelhandel. Die CDU sei der letzte Vollsortimenter am Markt, die Grünen ein Esoterikladen, die SPD ein ehemaliger Vollsortimenter und der FDP, einer exklusiven Edelboutique, würden die Kunden weglaufen. "Wir sind unglaublich gut aufgestellt, wir sind die Volkspartei Deutschlands", machte der Abgeordnete aus dem Wahlkreis Lörrach/Müllheim seinen Parteifreunden Mut. Die Fakten seien für ein gutes Abschneiden bei der kommenden Wahl geschaffen, nun müsse "das Gefühl rüber gebracht werden", umriss er die Aufgabe für die kommenden Wochen.

Optimistisch blickt auch Thomas Dörflinger der Wahl entgegen. "Ich bin überzeugt, dass die CDU erfolgreich sein wird, betonte der Bundestagsabgeordnete, der den Wahlkreis Waldshut/Hochschwarzwald vertritt. Seine Partei biete dem Wähler eine breite Palette an Themen und die CDU sei bereit, Positionen zu beziehen, unterstrich der Christdemokrat.

Kommunalpolitik sei die Basis für eine erfolgreiche Landes- und Bundespolitik, sagte Dorothea Störr-Ritter, die Landrätin des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald. Sie sagte, dass auch der Landkreis von der globalen Krise betroffen sei. "In so einer Zeit wünscht man sich Freunde", betonte sie und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der CDU-Kreistagsfraktion. Es sei gelungen, einen Landkreis-Haushalt für das Jahr 2011 aufzustellen, der es erlaube, an Bildung, Straßenbau und öffentlichem Personennahverkehr dran zu bleiben. Die Landrätin appellierte auch an die Abgeordneten, "die Folgen ihrer Gesetzgebung bis auf die kommunale Ebene abzuprüfen".

"Das größte Pfund der CDU ist ihre Bürgerverbundenheit"

"Das größte Pfund, das die CDU hat, ist ihre Bürgerverbundenheit", betonte der Gastgeber, Ihringens Bürgermeister Martin Obert. Den Gemeindeverband mit Ihringen und Wasenweiler stellte Jürgen Schneider, Vorsitzender des CDU-Ortsverbands vor, der den Empfang organisierte.

Der Landtagsabgeordnete Gundolf Fleischer stimmte anschließend bei seiner Festrede auf die bevorstehende Wahl ein. "Am 27. März geht es darum, ob 'Dafür' oder 'Dagegen' siegt", betonte der langgediente Abgeordnete. Außer der Landespolitik hätten ihn drei weitere Themen beschäftigt: Die Entwicklung des fundamentalistischen Islam, welcher Staat nach den USA die führende Rolle in der Welt übernehmen könnte, und wohin die Situation mit dem Euro führe.

Um die Landtagswahl zu gewinnen, sei unter anderem die gute Bilanz im Land und eine klare Vorstellung davon, wie es weitergehen soll, vorzuweisen. "Das Land und die Region stehen traumhaft da", freute er sich und verwies auf Wirtschaftswachstum und "Traumergebnisse" auf dem Arbeitsmarkt. "Eine Verpflichtung für die Zukunft" seien weiterhin Forschung und Bildung.

"Für unseren Landkreis und die Gemeinden haben wir ebenfalls eine gute Bilanz vorzuweisen", machte Fleischer deutlich. Das CDU-Urgestein blickte auf die politischen Mitbewerber: "Der Hauptgegner von uns kann nur eine Partei sein, die Dagegen-Partei, die Grünen", sagte er. Fleischer nannte beispielsweise an den Ausbau der Bundesstraße 31 West, das 3. und 4. Gleis oder das Parkdeck auf dem Feldberg – alles Vorhaben, bei denen die Grünen blockiert hätten.

"Wichtig ist, dass wir die Partei bleiben, die gemeinsam mit dem Mittelstand weiter Strukturpolitik betreibt", forderte Fleischer, der Bernhard Schätzle, Klaus Schüle und insbesondere seinem Nachfolger Patrick Rapp viel Erfolg für die Landtagswahl wünschte. Dass Fleischer mit seiner Festrede den richtigen Ton traf, machte der langanhaltende Beifall der CDU-Mitglieder deutlich.

Rückendeckung für die Kandidaten gab es auch von Rudolf Lais, dem Vorsitzenden der CDU-Mittelstandsvereinigung. "Die Mittelständler stehen hinter ihnen", versicherte der MIT-Kreisvorsitzende.

Schließlich wurde gemeinsam die Neujahrsbrezel angeschnitten. Für musikalische Umrahmung sorgte die Brass-Band aus Wasenweiler und mit einem besinnlichen Gedicht unterhielt der Ihringer Arno Müller.

Autor: Benjamin Bohn