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25. Februar 2010

"Die mobile Jugendarbeit nicht kaputtsparen"

Landtagsabgeordneter Christoph Bayer kritisiert die Kürzungen der Landesförderung / "Auch Gemeinden im Landkreis betroffen".

LANDKREIS BREISGAU-HOCHSCHWARZWALD (BZ). Die im Haushaltsentwurf der Landesregierung beabsichtigte Kürzung der Landesförderung für Mobile Jugendarbeit um bis zu 50 Prozent bedrohe auch die Jugendarbeit im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, meint der SPD Landtagsabgeordnete Christoph Bayer, der vor seiner Mandatstätigkeit für die Jugendhilfe im Kreis zuständig war.

Landesweit würden die Kürzungen zu einem Abbau von 30 bis 40 der derzeit etwa 200 Vollzeitstellen in der Mobilen Jugendarbeit führen. Damit wäre der seit 2007 im Rahmen des Bündnisses für Ausbildung erfolgte Ausbau Mobiler Jugendarbeit wieder rückgängig gemacht. Im Landkreis Breisgau Hochschwarzwald sei der Zuschuss des Landes Baden-Württemberg ein wichtiger Baustein zur Finanzierung der Mobilen Jugendarbeit, die auch im ländlichen Raum immer wichtiger werde. Er decke etwa 20 Prozent der Personalkosten. Betroffen sei die mobile Jugendarbeit in Breisach, Ehrenkirchen, Bollschweil, Schallstadt und Ebringen.

Mobile Jugendarbeit sei, so Bayer, eine wichtige Ergänzung der vorhandenen Jugendarbeit in den Vereinen. Sie richte sich gerade an besonders benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene, die von bestehenden Angeboten nicht ausreichend erreicht würden. Laut Statistik seien durch das Förderprogramm Mobile Jugendarbeit über 19 000 benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene im Land erreicht worden.

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Gerade im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald habe sich eine interessante Kombination von Stationärer Hilfe und Mobiler Jugendarbeit entwickelt. So sei das Christophorus-Jugendwerk Dienstleister in der mobilen Jugendarbeit für die Stadt Breisach und die Gemeinden Ehrenkirchen, Bollschweil, Schallstadt und Ebringen mit insgesamt drei Mitarbeitern im Bereich der mobilen Jugendarbeit ein nicht wegzudenkender Faktor der Jugendsozialarbeit im Landkreis, meint Bayer und gibt seiner Hoffnung Ausdruck, dass innerhalb der Haushaltberatungen noch Veränderungen zu erreichen sind.

Autor: bz