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23. Februar 2016

Gewerbepark Breisgau bekommt eine Breitbandversorgung für alle

Im Gewerbepark Breisgau wird 2016 mit bis zu 15 weiteren Betrieben gerechnet / Zurzeit wird an der Breitbandversorgung gearbeitet.

  1. Arbeiten eng zusammen: Markus Riesterer (rechts) und Bauhofleiter Franz-Josef Fischer vor dem Gebäude der Trea Breisgau. Foto: Anne Freyer

ESCHBACH. Der Gewerbepark Breisgau bekommt, wovon viele Gemeinden in ländlichen Regionen bis jetzt nur träumen können: eine Breitbandversorgung für alle. Die Verlegung der entsprechenden Leitungen ist zurzeit das Hauptprojekt der Gewerbeparkleitung.

In seinem Büro mit dem weiten Blick über die Start- und Landebahn des ehemaligen Militärflugplatzes hat Geschäftsführer Markus Riesterer stets eine Karte im Blick, die mittels farbiger Markierungen genaue Auskunft über den aktuellen Stand der Grundstücksvergabe und -verteilung auf dem Gelände des Gewerbeparks gibt. Daraus ist ersichtlich, dass der Anteil von Geschäftsansiedlungen ziemlich genau dem der gesetzlich vorgeschriebenen Ausgleichsflächen entspricht, also dem Erhalt und der Pflege von Wald- und Wiesenarealen als grüne Lungen und Lebensräume für heimische Tiere und Pflanzen. Darauf zu achten war von Anfang an eine der obersten Regeln bei der Vergabe von Grundstücken – und man hat sich daran gehalten.

Von den insgesamt 582 Hektar Verbandsgebiet entfallen 267 Hektar auf Natur- und Landschaftsflächen; 270 Hektar stehen für Gewerbe, Industrie und flugaffine Unternehmen zur Verfügung, aufgeteilt in 160 Hektar bereits bebauter Flächen, 24 Hektar Erschließungsflächen und nochmals 86 Hektar für öffentliche Grünflächen. Kreisstraße, Klär- und Gleisanlagen sowie militärische Flächen nehmen 45 Hektar in Anspruch.

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Abriss und Neuanlage mittels Kränen und Baggern bestimmen in diesen Monaten das Bild des Gewerbeparks. Vieles, was heute ins Auge fällt, wird bald nicht mehr zu sehen sein, so die Rohre und Leitungen für die Breitband- und die Fernwärmeverlegung. Maßgeblich daran beteiligt ist der parkeigene Bauhof, dessen Leitung im Oktober vergangenen Jahres Franz-Josef Fischer übernommen hat. Er ist als langjähriger Wassermeister bestens vertraut mit den Verhältnissen und hat nun, unterstützt von nur einem Halbtagsmitarbeiter, in enger Absprache mit der Geschäftsführung die Gesamtleitung dieses umfangreichen Projekts.

Wenn alles fertig ist, werden sich gewerbliche und private Anlieger bis hin zur Flüchtlingsunterkunft an der Eschbacher Straße sowohl über Fernwärme aus der Energieverwertung GmbH Trea, als auch über eine lückenlose Breitbandversorgung freuen können. "Das wird auch allen Unternehmen zugutekommen, die noch gar nicht da, aber bereits teils kurzfristig, teils aufgrund längerfristiger Reservierungen zu erwarten sind. Wir müssen deshalb immer in die Zukunft denken", sagt Markus Riesterer.

Was er damit meint, wird bei einem Rundgang über das weitläufige Gelände offenbar, denn da fallen riesige Areale auf, die augenblicklich eingeebnet und für die Bebauung vorbereitet werden. Diese sogenannte Entsiegelung betrifft hauptsächlich Flächen, auf denen die – inzwischen bereits abgetragenen – Flugzeughangars standen. Damit nicht genug stehen weitere Abrissarbeiten bevor, so am ehemaligen Feuerwehrgebäude und an der Kraftfahrzeugwerkstatt der Bundeswehr.

Insgesamt rechnet man mit Investitionskosten von fast 2,4 Millionen Euro, wovon allein dreihunderttausend auf die Sanierung von Straßen und den Neubau von Radwegübergängen und Gehwegen fallen, alles weitestgehend finanziert vom Zweckverband Gewerbepark Breisgau, der zwölf Mitgliedsgemeinden zählt.

"2016 wird ein gutes Jahr", zeigt sich Markus Riesterer zuversichtlich. Er rechnet mit der Ansiedlung von weiteren 10 bis 15 Betrieben, womit sich deren Gesamtzahl im Gewerbepark auf rund 160 erhöhen wird.

Autor: Anne Freyer