Helferkreise kritisieren Amt

Sebastian Wolfrum

Von Sebastian Wolfrum

Mi, 13. Dezember 2017

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Klagen über Zusammenarbeit.

BREISGAU-HOCHSCHWARZWALD (swo). Flüchtlingshelferkreise beklagen die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald – und das nicht zum ersten Mal. Im aktuellen Fall kommt der Unmut vom Deutschen Roten Kreuz in Stegen (DRK). Das DRK ist dort seit vielen Jahren in der Flüchtlingsarbeit aktiv. Auslöser für die Kritik an der Zusammenarbeit mit dem Landratsamt war das Treffen für einen Flüchtlings-Sprecherrat. Hier sollen sich Vertreter der Helferkreise aus allen Sprengeln des Kreises mit der Behörde austauschen. Nach einem Treffen in Titisee-Neustadt wird der Zweck des Gremiums angezweifelt. Es würde ohne jede Kompetenz tagen, so Stegens DRK-Vorstand Matthias Reinbold.

Aus dem Landratsamt heißt es hingegen, das Gremium sei ein Kommunikationsmittel. Es handele sich um einen Dialogkreis, nicht um einen Sprecherrat. Der Kreis sei ein Baustein des mehrschichtigen Kommunikationskonzeptes der Behörde mit den Freiwilligen. Die Helfer hingegen beklagen, dass das wiederum nicht klar kommuniziert wurde.

Immer wieder kritisieren Helferkreise die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt. Gegenüber dem Kreisverband der SPD kamen vor kurzem sogar Klagen von Helfern aus dem Dreisamtal, die Behörde sei ein "Integrationshindernis". Auch Reinbold findet die Arbeit zwischen Behörde und Helferkreisen "verbesserungswürdig – wenn ich es sehr vornehm formuliere".