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09. Februar 2012

Kreis will Hilfe bei Suche nach Asylquartieren

Appell an die Gemeinden.

BREISGAU-HOCHSCHWARZWALD (fri).
In einem Schreiben an Feldbergs Bürgermeister Stefan Wirbser kündigt die Sozialdezernentin des Landkreises, Eva-Maria Münzer, an, im Ortsteil Altglashütten nur noch 50 anstatt der bislang geplanten 90 Flüchtlinge unterzubringen. Zugleich appelliert sie an alle Gemeinden im Kreis, bei der Suche nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten zu helfen.

Derzeit sind etwa 190 Asylbewerber im Kreis untergebracht, die meisten davon in einer Einrichtung in Kirchzarten (etwa 90) und zwei Einrichtungen in Titisee-Neustadt, die der Landkreis gemietet hat. Nach dem Zuweisungsschlüssel der Landesaufnahmestelle für Asylbewerber in Karlsruhe seien das aber jetzt schon 60 Plätze zu wenig. Zusätzlich werde für 2012 mit der Zuweisung von weiteren 145 Personen gerechnet. "Wir haben derzeit also nicht einmal die Hälfte der gebrauchten Plätze für Asylbewerber", erklärt Matthias Fetterer, Pressesprecher des Kreises.

In den 90er Jahren wurden Flüchtlinge Gemeinden zugewiesen

Fetterer erinnert daran, dass noch in den 90er Jahren die Asylbewerber direkt den Gemeinden zugewiesen wurden. Dieses Gießkannenprinzip wurde dahingehend abgeändert, dass die Landkreise sich um die Suche nach geeigneten Quartieren kümmern. Es gebe auch Angebote von privaten Gebäudebesitzern, erklärt Fetterer. Aber der Kreis habe gesetzliche Vorgaben – wie die umstrittene Wohnfläche von viereinhalb Quadratmetern je Asylbewerber – zu beachten, sowie gestiegene Anforderungen des Brandschutzes, in die man investieren müsse, so wie es auch im Altglashüttener Kurheim der Fall sein werde. Es komme also nicht jedes angebotene Quartier in Frage.

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"Wir werden auch immer Rücksprache mit den Gemeinden halten", betont Fetterer. Darum wäre es am besten, wenn diese aktiv bei der Suche helfen würden. Und das könne nicht nur für den im Schwarzwald liegenden Teil des Landkreises gelten.

Autor: bz