Menschen für die politische Arbeit gewinnen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 14. November 2018

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Kreis-SPD bei Camp in Berlin.

BREISGAU-HOCHSCHWARZWALD/ BERLIN (BZ). Welche Wege muss eine Partei beschreiten, um Menschen für sich zu gewinnen und zur Mitarbeit zu motivieren? Gibt es neue Formen der gesellschaftlichen Teilhabe und demokratischen Willensbildung? Wie kann dies auf dem Land gelingen? Antworten auf solche Fragen suchten die SPD-Kreisvorsitzende Birte Könnecke und ihr Stellvertreter Oswald Prucker am Wochenende in Berlin. Sie besuchten dort das SPD-Debattencamp. Von dem Diskussionsforum erwarteten sie sich Anregungen für die parteipolitische Arbeit, so die Kreis-SPD.

Bernd Michaelis, Pressesprecher des SPD-Kreisverbands Breisgau-Hochschwarzwald, tauschte sich mit anderen darüber aus, wie es gelingen kann, die Menschen über konkrete Projekte für die politische Arbeit zu begeistern. "Direkte Ansprache, Austausch von Mensch zu Mensch" lautete eine Empfehlung, die sich aber, so Könnecke, auf dem flachen Land mit seinen weiten Entfernungen und langen Wegen nur sehr schwer umsetzen lasse. Die Digitalisierung der Arbeitswelt, eine Professionalisierung der politischen Arbeit und die Frage, wie es mit Hartz IV weitergehen soll, standen besonders im Mittelpunkt. 3400 Teilnehmer diskutierten bei der zweitägigen Veranstaltung in 60 Gesprächsrunden, Workshops und Podiumsdiskussionen über die Zukunft der Partei. Die Agenda 2010 spielte dabei ebenso eine Rolle wie die Themen Rente, Arbeitszeit und Klimaschutz. Auch Migration, Wohnen, Pflege und Verkehr wurden debattiert. Die Ergebnisse sollen am 14. Dezember in der Vorstandsklausur erörtert werden. So gehe Basisdemokratie, sagte Könnecke. Jenseits der Delegiertensysteme und Funktionärsebenen habe jedes Mitglied die Chance gehabt, sich einzubringen.