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25. Januar 2011 16:37 Uhr

Seelsorgeeinheit St. Peter/St. Märgen

Staatsanwalt ermittelt gegen Pater Martin

Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat wegen des Verdachts der Untreue ein Vorermittlungsverfahren gegen Paulinerpater Martin Greiner eingeleitet. Auslöser ist das Finanzgebaren des bisherigen Pfarrers der Seelsorgeeinheit St. Peter/St. Märgen.

  1. Die Kirche von St.Märgen Foto: dpa

Dies bestätigte Wolfgang Maier, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Freiburg, der Badischen Zeitung.

Der Geistliche, der vor vier Monaten von seinem Amt suspendiert wurde, ist ins Visier der Ermittler geraten, weil er äußerst großzügig mit dem Geld der Kirche umgegangen ist. Bei einer Pfarrversammlung am Samstag hatten Vertreter des Paulinerordens und der Diözese den Gläubigen mitgeteilt, dass Martin Greiner während seiner Amtszeit seit September 2007 offenbar rechtswidrig 247000 Euro aus der Kirchenkasse ausgegeben habe. Für 93000 Euro gebe es keinerlei Nachweise, 154000 Euro wurden ohne Genehmigung der Aufsichtsbehörde ausgegeben. Greiner soll das Geld in der Hauptsache für teure Messgewänder und die Restauration von Kultgegenständen ausgegeben haben.

Liegt eine strafbare Handlung vor?

Die Kirche hat auf eine zivilrechtliche Verfolgung Greiners, der das Priesteramt niederlegen und aus dem Orden austreten will, verzichtet. Als die Staatsanwälte den Bericht in der Badischen Zeitung lasen, mussten sie allerdings aktiv werden. "Das Legalitätsprinzip zwingt uns, bei Offizialdelikten zu ermitteln, ob Pfarrer oder Bettler, ist egal", sagt Sprecher Maier. Im Vorermittlungsverfahren werde jetzt geprüft, ob hinreichende Anhaltspunkte vorlägen, die auf eine strafbare Handlung hinweisen. Wenn sich der Anfangsverdacht bestätige, werde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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Autor: Franz Dannecker