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10. Februar 2012

Staatsanwalt fordert Haft

Prozess der "Panzerknacker".

BREISGAU-HOCHSCHWARZWALD (ka). Mit Freiheitsstrafen ohne Bewährung will Staatsanwalt Tomas Orschitt die vielen Taten der drei als Panzerknacker bekannten Verbrecher aus dem Breisgau geahndet sehen. Die Männer haben zwischen Januar und März 2011 versucht, mehrere Geldautomaten zu knacken. Nur in Ehrenkirchen hatten sie Erfolg und erbeuteten 22 000 Euro. Einen Tag danach wurden sie festgenommen.

Nach seiner Verhaftung gab der 29-jährige Haupttäter zum Erstaunen der Polizei drei Autodiebstähle, zwei Raubüberfälle und drei Aufbruchsversuche von Geldautomaten zu. Er teilte mit, dass weitere fünf Männer mitgemacht hätten. Diese Aufklärungshilfe des 29-Jährigen sei strafmildernd zu berücksichtigen, so der Staatsanwalt. Sein Antrag: viereinhalb Jahre Haft.

Roland Beckers, Verteidiger des 29-Jährigen, hält drei Jahre und vier Monate für schuldangemessener. Dieses Strafmaß hat der Ankläger gestern für den Fahrer der Panzerknacker beantragt, der an Krebs erkrankt ist. Das sei zu hoch, meinte dessen Verteidiger Jens Janssen.

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Die drei Angeklagten seien seit ihrer Schulzeit befreundet und hätten sich immer dann, wenn ihnen das Geld ausgegangen sei, zu einer neuen Tat durchgerungen. Sie hätten deshalb keine Bande gebildet, wie es der Ankläger straferschwerend angenommen hat. 22 Monate mit Bewährung, so der Strafvorschlag Janssens. Viereinhalb Jahre Haft und Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus hatte Orschitt zuletzt für den Dritten im Bunde, einen drogensüchtigen und schwer depressiven 28-Jährigen gefordert. Auch wenn dessen Anwalt Klaus Malek vorgab, dass dieser Antrag ihn sprachlos mache, argumentierte er für eine maximal dreijährige Strafe und die Unterbringung. Sein Mandant sei krank und bei allen Taten in seiner Schuldfähigkeit erheblich eingeschränkt gewesen. Am heutigen Freitag sollen die Urteile gesprochen werden.

Autor: ka