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18. Februar 2011
Stolz auf die Leistungen der Sportler
Der Landkreis ist in Bewegung: 37000 junge Menschen treiben in 514 Vereinen Sport / Sportlerehrung in Heitersheim.
LANDKREIS BREISGAU-HOCHSCHWARZWALD/HEITERSHEIM. Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald ist stolz auf seine besten Sportlerinnen und Sportler. Das demonstriert er jedes Jahr bei der Sportlerehrung, die 1977 ins Leben gerufen wurde. Zum 34. Mal waren Athleten mit besonderen sportlichen Leistungen in der Saison 2009/2010 eingeladen, diesmal in die Malteserhalle Heitersheim. Von den 316 waren 182 gekommen. Sie erhielten von Landrätin Dorothea Störr-Ritter eine goldfarbene Medaille mit dem Wappen des Landkreises und einem Siegeskranz mit der Jahreszahl 2011.
Wie hoch die Wertschätzung dieser Leistungen ist, bewies die Anwesenheit zahlreicher Kreistagsmitglieder und Bürgermeister der Heimatgemeinden. Insgesamt hat der Landkreis in all den Jahren auf diese Weise bereits 8715 Sportlerinnen und Sportler aller Generationen ausgezeichnet. Manche kommen immer wieder, um sich die Medaillen abzuholen. Das Rahmenprogramm der Veranstaltung wurde aufgelockert durch Darbietungen des TB Bad Krozingen und die Partyband "Limelight", die mit "What a Feeling" gleich mal den Nerv traf.Seit vielen Jahren unterstütze der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten den Sport vom Hochschwarzwald bis zum Rheinufer vorbildlich, lobte Bertram Heißler, Vorsitzender des dazu vor 36 Jahren gegründeten Sportkreises. Er dankte dem Landkreis und seinen Vertretern für diese Förderung des Jugendbreitensports. In 514 Vereinen würden 42 verschiedene Sportarten ausgeübt, betonte er. Dabei seien 36 808 Jugendliche aktiv. Aktive und fördernde Mitglieder gebe es 109468.
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"Im Landkreis bewegt sich was", freute sich Landrätin Dorothea Störr-Ritter. Ob Schach oder Langlauf, Sportschießen oder Radfahren, immer und überall werde aber auch der Kopf gebraucht. Gemeinsam seien allen Disziplinen Tugenden wie Opferbereitschaft, Ausdauer, Training, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, Verantwortung und Pflichten zu übernehmen. "Mit Sport ist man deshalb für das Leben bestens aufgestellt", so die Landrätin. Vereine dienten generell als Vorbild für die Gesellschaft. Darum sei sie gerne bereit, auch in Zeiten knapper Mittel den Sportkreis mit 90 000 Euro zu fördern und die Kreissportanlagen zu unterhalten.
Just an diesem Ehrentag habe die Landesregierung den Solidarpakt II des Sports unterschrieben, freute sich der Präsident des Badischen Sportbundes Gundolf Fleischer. Er brachte frohe Kunde: Die jährlichen 65 Millionen Euro Förderung habe das Land mit 20 Millionen Euro aufgestockt, um neue Handlungsfelder bedienen zu können wie Bildung durch Sport, Spitzensportland Baden-Württemberg und die Substanzerhaltung der Sportstätten. Die kommunale Sportstätten-Förderung sei ebenfalls von 12 auf 24 Millionen Euro aufgestockt worden, ließ er die Bürgermeister wissen.
In vier Blöcken wurden dann jene Sportlerinnen und Sportler auf die Bühne geholt, die sich durch herausragende Leistungen bei Meisterschaften in Südbaden, Baden, im Schwarzwald, in Süddeutschland, im Landesverband, in Baden-Württemberg, in Deutschland, in Europa und weltweit besonders hervorgetan hatten.
Immerhin errangen sieben Sportlerinnen und Sportler bei Weltmeisterschaften und zusätzlich bei Europa- und Deutschen Meisterschaften beachtliche Plätze: Fabian Rießle (Ski), Christiane Quirin (Rudern), Jürgen Braun (Gewichtheben), Jasha Sütterlin, Julian Schelb, Marcel Fleschhut und Helen Grobert (Radsport). Drei Sportlerinnen und Sportler brillierten bei Europameisterschaften und teilweise bei Deutschen Meisterschaften: Mark Link, Daniel Sommerhalter und Gisela Pleschen (Leichtathletik). Insgesamt gab es 25 Deutsche Meister, 19 Deutsche Vizemeister und 18 Drittplatzierte bei Deutschen Meisterschaften. Die Judomannschaft des Kreisgymnasiums Bad Krozingen wurde als Landessieger bei "Jugend trainiert für Olympia" geehrt. Die höchsten Erfolge wurden erzielt in den Disziplinen Sportschießen, Schach, Leichtathletik, Radsport, Ski, Gewichtheben, Reiten, Rudern, Ringen, Triathlon und Judo.
Neben den Medaillen waren aber auch glänzende sportliche Einlagen zu sehen. Unter der Leitung von Doris Kubin gab es klassischen Balletttanz, raffinierten Stepptanz mit Hut und Stock sowie einen quirligen "Tanz der Vampire". Beim "Black an White"-Showturnen führte Karin Wirbel quasi nomen est omen Regie und ließ ihre Turngruppe gelenkig über die Bühne wirbeln. Keine Frage: Der Landkreis ist respektabel in Bewegung. Bei einem Umtrunk, zu dem Dorothea Störr-Ritter anschließend als Belohnung einlud, konnte man sich darüber intensiv austauschen.
Die meisten erfolgreichen Sportler gibt es übrigens in der Disziplin Sportschießen; hier gab es 74 Auszeichnungen. Es folgen Judo mit 46 Auszeichnungen, Leichtathletik (46), Ski (39), Schach (26), Tanzen (16), Volleyball (13), Gewichtheben (11), Radsport (12), Schwimmen (10), Reiten (9), Ringen (5), Rudern (4), Geräteturnen (2), Triathlon (2) und Sportkegeln (1).
Autor: Sabine Model


