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08. Februar 2012

Additive bringen Diesel in Fahrt

Was tun bei Treibstoffproblemen im Winter? Hug weiß Rat.

  1. Manfred Hug, Serviceleiter im Emmendinger Autohaus Schmolck, hat gute Tipps. Foto: Dieter Erggelet

EMMENDINGEN. Mancher Dieselmotor bereitet bei den herrschenden Kältegraden Schwierigkeiten. Kfz-Meister Manfred Hug, Serviceleiter im Autohaus Schmolck und des Bosch-Diensts, warnt trotzdem vor dem Einsatz von "Hausmitteln", also der Beimischung von Benzin oder gar Petroleum.

"Ursache für einen verstopften Filter sind durch die Kälte entstehende Parafinflöckchen, die dann die Kraftstoffzufuhr im Fahrzeug verstopfen", erklärt Hug. Wer dem Diesel Benzin oder Petroleum beimischt, kann die Einspritzanlage schädigen oder zerstören. Dieselfahrzeuge etwa ab Baujahr 1995 verfügen meist über einen Kraftstoffvorwärmfilter, weiß Hug.

Das Problem des verflockten Diesels liege hauptsächlich im Kraftstofftank – dort wird der Treibstoff nicht vorgewärmt, erklärt der Experte. Er weist auch auf Diesel in Winterqualität hin, den die Tankstellen seit Mitte November verkaufen. Dieser Dieselkraftstoff ist bis zu Minustemperaturen von 22 bis 24 Grad winterfest. Im Gegensatz dazu verflockt Sommerdiesel bis zu sieben Grad minus nicht.

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Wer im Schwarzwald wohnt, sollte sich in seiner Pkw-Werkstatt ein vom Kfz-Hersteller zugelassenes Winteradditiv kaufen und dem Dieselkraftstoff beimischen, empfiehlt der Fachmann. Dieser Rat gilt auch für den Fall, wenn das Auto seit Mitte November nicht mehr betankt wurde.

Insgesamt aber hat dieser Bosch-Dienst bisher mit verhältnismäßig wenig Problemen durch versulzten Kraftstoff bei Dieselfahrzeugen zu tun. Eher kommen Autos wegen altersschwacher Batterien nach kalten Nächten nicht in Fahrt.

Autor: Dieter Erggelet