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09. Februar 2012

"Bürgertrasse" weckt Hoffnung im Kreisgebiet

Grüne und SPD wollen Zusagen für den nördlichen Breisgau.

KREIS EMMENDINGEN (tru). Die Landtagsabgeordneten von Grünen und SPD, Alexander Schoch und Sabine Wölfle, fordern beim Bau des 3. und 4. Gleises der Rheintalbahn für den nördlichen Breisgau den gleichen Lärmschutz, wie ihn Bund und Land fürs Markgräflerland in Aussicht gestellt haben. Wie die beiden Landespolitiker beglückwünscht auch der SPD-Kreisvorsitzende Johannes Fechner die Bürgerinitiativen des Markgräflerlandes für ihren Erfolg. Die "Bürgertrasse" hat gute Aussichten, verwirklicht zu werden.

Als Favorit für eine solche "Bürgertrasse" im nördlichen Breisgau sehen Schoch und Wölfle zwischen Offenburg und dem Raum Freiburg die Autobahnparallele. Derzeit werden die Antragtrasse der Bahn, die südlich von Offenburg parallel zu den bestehenden Gleisen verlaufen soll und erst nördlich von Riegel zur Autobahn schwenkt, sowie die Autobahnparallele geprüft. Der Projektbeirat wird sich Anfang März damit beschäftigen.

SPD fordert Gleichbehandlung mit dem Markgräflerland

Die Kreis-SPD beruft sich auf die Absichtserklärung aus dem Bundesverkehrsministerium zu Gunsten der "Bürgertrasse" im Markgräflerland und verlangt nun auch im nördlichen Breisgau Nachbesserungen "in Richtung einer menschen- und umweltfreundlicheren Trassenführung". Nun müsse es den gleichen Lärmschutz auch bei der Trasse durch den Kreis Emmendingen geben, so der SPD-Kreisvorsitzende. Fechner erwartet "die gleiche Zusage aus dem Bundesverkehrsministerium für den Bau des 3. und 4. Gleises zwischen Offenburg und Riegel entlang der A 5". Das Eingehen der Bahn auf die Forderungen der Bürgerinitiativen sei ein erfreulicher Schritt in die richtige Richtung". Nun bestehe Hoffnung, dass ein Einlenken bei der weiteren Planung auch für den nördlichen Breisgau erfolge.

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Wölfle hofft auf ein Ende der "Blockadehaltung" von Seiten der Bahn. Die Zeit dränge, wenn Deutschland seine Verpflichtungen gegenüber der Schweiz tatsächlich bis 2020 umsetzen wollen.

Die Landtagsabgeordneten Schoch und Wölfle erwarten Einlenken der Bahn

Ihr Grünen-Kollege Alexander Schoch sieht dies genauso: Vor dem Hintergrund der Verträge sei die Bahn unter Zugzwang gekommen. Er weist auf den einstimmigen Grundsatzbeschluss aller Landtagsfraktionen hin, wonach sich das Land mit bis zu 50 Prozent der Mehrkosten durch zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen beteiligt, soweit diese über die Erfüllung gesetzlicher Erfordernisse hinausgehen.

Schoch ruft dazu auf, den Druck auf die Bahn zu erhöhen, damit der Ausbau des Rheintalbahnabschnitts nördlich von Freiburg nicht verzögert werde. Ansonsten gerate ein attraktives S-Bahn-Konzept im Landkreis Emmendingen in Gefahr.

"Neben der Trassenführung und den begleitenden Maßnahmen wie Untertunnelungen, Tieflagen und Lärmschutzwänden muss Wert gelegt werden, dass zukünftig nur noch geräuscharme Waggons zum Einsatz kommen", ergänzt Sozialdemokratin Wölfle. Die EU müsse mit Nachdruck die Umrüstung der Güterwagen auf geräuschärmere Bremsen betreiben.

Autor: bz