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21. März 2017

Chorverband Breisgau will noch moderner werden

Bei der Jahresversammlung in Mundingen wird um organisatorische Unterstützung geworben / Roswitha Panknin nun Ehrenmitglied.

  1. Roswitha Panknin wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Foto: Sommer

EMMENDINGEN-MUNDINGEN (bso). Der Chorverband Breisgau entwickelt sich weiter. In der Jahresversammlung am Samstag in der Neumattenhalle standen Vorstandswahlen an. Die langjährige Vizepräsidentin Roswitha Panknin stellte sich nicht mehr zur Wahl. Für sie rückte Jan Elert aus Staufen-Wettelbrunn nach. Panknin, die zum Ehrenmitglied ernannt wurde, steht aber noch ein Jahr als Pressereferentin zur Verfügung.

174 Laienchöre von Sulzburg bis Rheinhausen und von Breisach bis nach Löffingen vertritt der Chorverband und teilt die Hauptprobleme aller Vereine: Nachwuchsmangel und verkrustete Strukturen. Nach der Umbenennung vom Breisgauer Sängerbund zum Chorverband Breisgau ging man einen weiteren Schritt. Im vergangenen Jahr wurde, wie Präsident Hans-Peter Hartung berichtete, die Webseite umfassend erneuert. Nun ist sie auch für Smartphones geeignet. Auch wenn mangels Teilnehmer das Seminar "Singen mit Kindern, aber richtig" nicht stattfand, möchte man die Jugendarbeit weiter vorantreiben. Dennoch konnte im Präsidium auch in diesem Jahr die Position des Jugendreferenten nicht besetzt werden. Dafür realisierte der Verband in Sulzburg und Ballrechten-Dottingen zwei neue Kooperationen "Schule und Verein".

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Florian Bischof vom Musikausschuss sah die Talsohle durchschritten. Durch die Integration von Popmusik ins Repertoire der meisten Chöre sei ein neues Interesse feststellbar. "Die Zeit der langen Gesichter im Publikum ist vorbei", so Bischof, "die Toten Hosen gehören jetzt zum Standardrepertoire." Wichtig sei, dass der Wandel jetzt voranschreite, dass dazu das traditionelle Liedgut ebenfalls weitergetragen werde. Auch den traditionellen Sängerspruch werde überarbeitet. Bischof bat dringend um Unterstützung, denn personell "steht uns das Wasser weit über den Hals". Allein die Organisation des Chorfestivals "Freiburg singt" am 1. Juli bringe die Verantwortlichen an die Grenze der Handlungsfähigkeit.

Über die "Donald-Trumpisierung" des Umgangstons einzelner Mitglieder beklagte sich Schatzmeisterin Angelika Blaser. Blaser erläuterte ausführlich die Zusammensetzung der Beiträge und das Prozedere beim Einziehen. Ansonsten sei das "sehr ruhige" Kassenjahr mit einem Gewinn von gut 2600 Euro abgeschlossen worden.

Claudia Staudt-Hirte vom Badischen Chorverband informierte über Auswirkungen der Umstrukturierung der Gema. "Wir haben jetzt keine direkten Ansprechpartner mehr, alles ist automatisiert", mahnte Staudt-Hirte Präzision bei der Meldung von Veranstaltungen an, "und die neue Mannschaft legt den Wahrnehmungsvertrag momentan wortwörtlich aus". Die Präsentation "unserer Seelsorgerin in Sachen Gema" (Hartung) soll auf der Website erläutert werden.

Wahlen: Präsident: Hans-Peter Hartung; Vize: Jan Elert, Willi Ritter; Schatzmeisterin: Angelika Blaser; Musikausschuss: Florian Bischof; Diana Schmitt; Presse: Roswitha Panknin; Geschäftsführerin: Silvia Blattmann; Schriftführer: Heinz Tränkle.

Autor: bso