Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

30. Juni 2009

"Dracula" am richtigen Ort

Theaterambiente in Waldkirch

  1. Beeindruckend: Die Jugendgruppe des Theaters Waldkirch mit ihrer Graf-Dracula-Inszenierung auf dem Alten Friedhof. Foto: Frank Berno Timm

WALDKIRCH. Endlich: Der Alte Waldkircher Friedhof, allzu sehr an den Rand des Geschehens geraten und nicht immer in erfreulichem Zustand, scheint endlich einen neuen, kulturell attraktiven Zweck gefunden zu haben. Die Jugendtheatertruppe des Waldkircher Theaters um Felicitas Adobatti und Christopher Zerna adaptierte ihre Dracula-Inszenierung für die für dieses Stück fantastisch geeignete Kulisse und spielte, wie immer ausgezeichnet vorbereitet, am Samstag vor beachtlich großem Publikum. Felicitas Adobatti vermerkte am Rand des Geschehens dankbar die Unterstützung von "Klappe 11" und des Kinderzirkus "Pagazzi".

Wirklich bemerkenswert war die Mühelosigkeit, mit der die Akteure das knifflige Problem, im Freien zu spielen und zu sprechen, lösten. Wunderbar die leichte Häme, mit der Christian Wildschut als Graf Dracula die Fassade aus prächtiger (Kostüm-)Bürgerlichkeit bloßzulegen wusste. Nicht weniger ausgezeichnet Max Rietdorf, der in der Rolle des eingesperrten Irren mit konstant heiserer Stimme ein Solo nach dem anderen hinlegte. Die schnell kommende Dunkelheit, die manchmal rieselnden Regentropfen und die heiser rufenden Krähen (sehen und identifizieren konnte man die Vögel freilich nicht) komplettierten die gelungene, schaurige Szenerie.

Werbung


Damit ist nach der Kastelburg eine zweite, hervorragend geeignete Theaterkulisse in Waldkirch gefunden. Denkbar sind weitere Theaterstücke und auch Konzerte.



Autor: Frank Berno Timm