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16. Juli 2009 15:47 Uhr

Artikel in der Mitgliederzeitschrift

Gesine Schwan mit Magda Goebbels verglichen – CDU-Funktionär entschuldigt sich

Der Waldkircher CDU-Funktionär Hubert Klar hat in einem Text in der Mitgliederzeitschrift "CDU intern" Gesine Schwan mit Magda Goebbels verglichen. Dafür hat sich Klar nun entschuldigt.

  1. Gesine Schwans Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten hat den Waldkircher CDU-Funktionär Hubert Klar zu einem Artikel inspiriert, für den er sich nun entschuldigt hat. Foto: ddp

"Es war niemals meine Absicht, Gesine Schwan zu beleidigen": Mit dieser Erklärung reagierte Hubert auf den BZ-Bericht zu seinem Text in "CDU-intern". Er entschuldige sich. Er habe in keiner Weise beabsichtigt, "Frau Schwan in die Nähe von Verbrechern zu rücken". Sein Text habe provozieren wollen, "wohin eine von den Linken unterstützte Bundespräsidentin hätte führen können". Die BZ-Kritik nannte Klar "berechtigt" und teilte dem CDU-Kreisvorsitzenden Thomas Krumm mit, sein Aufsatz sei "unüberlegt und schädlich" gewesen.

STREIT UM DIE REDAKTIONELLE VERANTWORTUNG
Klar hatte einen Beitrag zur Wahl des Bundespräsidenten geschrieben. Darin hieß es: "Deutschland brachte mindestens zwei an ideologischer Verblendung leidende Frauen hervor: Magda Goebbels und Gesine Schwan. Jede auf ihre Weise: Erstere entzog sich durch Selbstmord der Verantwortung. Letztere scheiterte bereits im Vorfeld, denn es gab in ihrem eigenen Lager einige Anständige, die ihr auf dem o. g. Leidensweg nicht folgen wollten".

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AUTOR SOLL ÄMTER AUFGEBEN

Die Partei hatte ihr Mitglied darauf zu einem Widerruf aufgefordert. Ebenso so Klar seine Ämter aufgeben. Noch ist er Beisitzer im Vorstand der CDU in Waldkirch und Vorsitzender der dortigen Seniorenunion. In der CDU im Kreis wird derweil darüber diskutiert, wie dieser Text überhaupt veröffentlicht werden konnte und warum niemand eingeschritten ist. "Ich hätte so einen Text niemals durchgehen lassen", reagierte CDU-Mitglied Ulrich Ruh auf den BZ-Artikel. Ruh ist im Hauptberuf Chefredakteur der Herder-Korrespondenz.

SPD FORDERT KLARS PARTEIAUSSCHLUSS
Weil er zur Produktionszeit dieser Ausgabe im Krankenhaus gewesen sei, habe er keinerlei Kenntnis von diesem "CDU intern" gehabt und daran in keiner Weise mitgewirkt. Er sei schon seit langem nicht mehr Schriftleiter des Heftes mehr. Genau das hatten Kreisgeschäftsführer Nadler und Kreispressesprecher Ringwald gesagt. "Diesen Schuh ziehe ich mir auf keinen Fall an", erklärte Ruh.

Als Schriftleiter sei ihm Ringwald gefolgt, ehe CDU-Kreisvorsitzender Thomas Krumm die alleinige Verantwortung für den Kreisteil der Mitgliederzeitschrift übernahm.

Gesine Schwans Parteifreunde haben auch auf den BZ-Bericht reagiert. Die SPD-Kreisvorsitzende Johannes Fechner und die SPD-Landtagsabgeordnete Marianne Wonnay fordern von der CDU, Klar auszuschließen. Auch müsse die Kreis-CDU personelle Konsequenzen ziehen.

Autor: tru