"Glücklich ist, wer hier arbeiten darf"

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 04. September 2018

Kreis Emmendingen

BZ-SERIE BEISPIELHAFTES BAUEN (5):Projekte von Plating Electronic in Sexau und der Elztalbrennerei Weis sind preisgekrönt.

KREIS EMMENDINGEN. Die Winzergenossenschaft Buchholz/Sexau, das Weisweiler Rathaus und das neue Waldkircher Freibad – diese Projekte gehören zu den 18 Preisträgern des Wettbewerbs "Beispielhaftes Bauen" der Landesarchitektenkammer für die Jahre 2009 bis 2018. Insgesamt waren 74 Objekte eingereicht worden. Die BZ stellt die Preisträger vor.

Büro- und Produktionsgebäude Plating Electronic in Sexau: Laut der Jury sind gut gestaltete Industriegebäude eine Seltenheit. Das 2016 erbaute Gebäude des Unternehmens Plating Electronic hebe sich wohltuend hervor. Bauherr war die Rieder-Grundstücksverwaltung, umgesetzt wurde das Projekt von der Architekturwerkstatt Dieter Holderer aus Bahlingen und dem freien Landschaftsarchitekten Albrecht Hild aus Waldkirch. Was die Jury überzeugte: Von der Straße aus biete sich ein Blick auf die Außenanlage. Das Innere des Gebäudes habe einen hellen Eingangsbereich, wobei großzügige Flure eine flexible Nutzung erlaubten. Auch die Arbeitsplätze in der Produktion seien hell und freundlich gestaltet. Besonders erwähnenswert ist laut Jury der Pausenbereich der Mitarbeiter hinter dem Gebäude. Die Experten in der Jury treffen eine klare Aussage: "Glücklich ist, wer hier arbeiten darf."
Logistikgebäude der Elztalbrennerei in Gutach Die Halle erfüllt laut Jury den Anspruch der Elztalbrennerei Weis, regionales und nachhaltiges Bauen mit modernster Technik zu kombinieren. Umgesetzt wurde das Projekt von der Planungsgesellschaft Carré aus Gutach-Bleibach. Die kunstvoll und akkurat gestaltete Holzfassade bekomme durch die unterschiedlichen Größen der Hölzer eine abwechslungsreiche Ausstrahlung, außen angebrachte Metallleisten strukturierten das Gesamtbild. Die Jury lobt, wie beeindruckend es gelungen sei, den "Bogen zu spannen zwischen modernster Technik im Inneren und Respekt vor der natürlichen Umgebung außen – trotz der Größe des Gebäudes".