Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

27. Juli 2010

Grünen sehen ihre Chancen

Blick auf die Landtagswahl 2011.

  1. Alexander Schoch Foto: Barber

KREIS EMMENDINGEN (dba). Der Grünen-Kandidat aus dem Kreis Emmendingen für die Landtagswahl 2011 steht fest: mit Alexander Schoch (55 Jahre alt und verheiratet), nicht mehr praktizierender Diplompädagoge und Diplompsychologe hat sich − politisch gesehen − ein "Alter Hase" entschieden, in den Mandatskampf für Stuttgart einzusteigen. Der Sprecher im Vorstand des Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen kandidierte bereits bei der Landtagswahl 2006. Er ist nicht nur Verdi-Gewerkschaftssekretär, sondern auch seit 1984 kommunalpolitisch aktiv. Als Stadtrat in Waldkirch und Kreisrat. Außerdem engagiert er sich in diversen kulturellen Einrichtungen, sozialen Organisationen und Vereinen. Von 28 Wahlberechtigten der Kreis-Mitgliederversammlung erhielt er 26 Stimmen bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme.

Dem Vater von zwei Kindern liegt besonders die Reform der Bildungspolitik am Herzen. Das gemeinsame längere Lernen soll im Vordergrund stehen mit Einführung einer neunjährigen Basisschule. Die Schlappe der Hamburger Grünen entmutigt ihn nicht: Er will an diesem Ziel festhalten. "Weil die Schwächeren sonst erst recht keine Chance mehr hätten. Insbesondere würden sonst Menschen mit Migrationshintergrund oder sozial Schwache benachteiligt bleiben. Außerdem wollen wir Grünen am Atomausstieg festhalten. Für uns ist völlig klar, dass die Atomenergie eine Dinosaurier-Technologie ist. Nur über erneuerbare Energien können wir den Klimawandel stoppen."

Werbung


Weitere Schwerpunkte setzt Schoch in die Landwirtschaftspolitik. Für ihn steht die kleinräumige Landwirtschaft, die Ökologisierung, im Vordergrund. In der Verkehrspolitik stehen für Schoch die Probleme im Zusammenhang mit den Plänen für das 3. und 4. Gleis ganz oben. " Im Sinne der Bürgerbewegungen sind wir Grünen für eine autobahnparallele Trasse. In dem Zusammenhang werden wir auch gegen das Milliardengrab Stuttgart 21 kämpfen", sagte Schoch.

Bislang hatten die Kreis-Grünen kaum Aussicht, den Einzug ins Landesparlament zu schaffen. "Nach der Wahlkreisreform sehen wir uns in einer ganz anderen positiven Ausgangslage", sagte der Bundestagsabgeordnete Alexander Bonde Das alte Wahlsystem habe die großen Wahlkreise begünstigt, da die Stimmenzahl ausschlaggebend war (absolute Stimmen). Jetzt zähle aber der Anteil.

Susanne Wienecke (47), Diplompolitologin, Wirtschaftswissenschaftlerin und zweifache Mutter wurde als Ersatzkandidatin nominiert.

Autor: dba