Interesse an Erkundungsbohrungen erhöht Staugefahr

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 07. Februar 2018

Kreis Emmendingen

Polizei bittet Autofahrer auf der B 294 bei Oberwinden bis Freitag um Geduld / Hinweise zur Verbesserung des Verkehrsflusses.

WINDEN (BZ). Seit Wochenbeginn ist am oberen Ortsende von Oberwinden laut Polizeipräsidium Freiburg an und auf der Bundesstraße B 294 deutlich zu sehen, dass die Vorbereitungen für den lange geplanten und sehnlich erwarteten Tunnel begonnen haben. Das, so schreibt die Polizei weiter, werde leider auch von negativen Erscheinungen begleitet, die nicht zu verhindern seien. Seit Montag müssen sich nämlich auch alle, die die Stelle passieren, wegen langer Staus gedulden.

Das Regierungspräsidium und das Landratsamt teilen laut Polizei mit, dass für die erforderlichen Erkundungsbohrungen derzeit (und bis Freitag) eine Fahrbahn der in Oberwinden ohnehin engen B 294 gesperrt werden müsse. Dies führe wegen des sehr hohen Verkehrsaufkommens morgens und dann wieder zu Feierabendzeit zu sehr langen Wartezeiten.

Um den Verkehrsfluss zu optimieren, rät die Polizei: Wer aufs Auto verzichten könne, sollte dies tun; wer seine Arbeitszeit flexibel gestalten könne, sollte möglichst auf verkehrsärmere Zeiten ausweichen − oft genüge es, zehn Minuten früher oder später loszufahren. Wer die Strecke weiträumig umfahren könne, sollte das nutzen. Auch Fahrgemeinschaften entlasteten enorm. Manche Autofahrer lassen im Stau vor sich lange Lücken entstehen. Dies sei, so die Polizei, für den Verkehrsfluss ungünstig, da sich solche Lücken addierten. Um die Ampelschaltzeiten den Bedürfnissen anzupassen, werde der Verkehr zu Stoßzeiten von Hand geregelt. Wenn es dann zu langen Lücken komme, werde dem Gegenverkehr "Grün" gegeben, obwohl dort eventuell deutlich weniger Autos stünden. Es sei also sinnvoll, nur den für die Sicherheit notwendigen Abstand einzuhalten. Die Polizei rät bei Stau, möglichst gelassen zu bleiben und keine zusätzlichen Gefahren und Staus durch aggressive oder spontane Fahrmanöver zu produzieren. Unfälle im Stau könnten die Folge sein.

Und: Viele interessiere, wenn sie dann endlich an der Baustelle angekommen seien, was dort zu sehen sei. Genau das aber halte den Folgeverkehr ebenfalls vermeidbar auf. Ein Trost: Die Bohrungen seien am Freitag abgeschlossen und größere Baumarbeiten an dieser Stelle seien erst wieder im Sommer geplant.