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30. September 2008 16:34 Uhr

Geologisches Ziel im Elzacher Ortsteil

Magisch: Siebenfelsen krönen das Yachtal

Ein Geotop zieht die Blicke auf sich: Die Felsgruppe Siebenfelsen am Talschluss des oberen Yachbachs. Die Aufmerksamkeit verdankt es in erster Linie der eigentümlichen Form des Felsenturms mit den umliegenden Quadern.

  1. Erectus, einer der Siebenfelsen in Yach Foto: Michael Haberer

  2. Steinbruch mit rotem Granit beim Schneiderbauernhof Foto: Michael Haberer

Dass dieses Gebilde im Elzacher Ortsteil Yach typisch für Granit und in diesem Fall für den sogenannten Triberger Granit ist, interessiert mehr die Geologen. Das von Triberg her in den östlichsten Bereich des Landkreises reichende rötliche Gestein zeichnet eine Wollsackverwitterung aus. Die charakteristische Verwitterung brachte die liegenden und turmartig gestapelten steinernen "Wollsäcke" hervor.

Was in Jahrmillionen aus dem über 300 Millionen Jahre alten Gestein gewachsen ist, hat etwas Geheimnisvolles. Der geformte harte Stein vermittelt den Eindruck, dass hier mächtige Kräfte am Werk waren. Das regt die Fantasie an. Manche sehen in dem meterhohen Steingebilde eine mystische Felsformation. Es gibt Führungen zu diesem magischen Ort. Da das Gebiet rund um den Siebenfelsen "Belchwald" heißt, kamen manche auf die  Idee, dass dieser Ort einst eine keltische Kultstätte war und dem Sonnengott "Belinos" geweiht wurde.

Auch beim Schneiderbauernhof im Yacher Vorderen Zinken zeigt sich eindrucksvoll der rote Triberger Granit. Doch der hoch aufragende Steinbruch hat eine ganz profane Geschichte. Hier wurde über 30 Jahre intensiv der Granit für den Straßenbau gebrochen. 1955 begann die Elzacher Baufirma Pontiggia mit dem Abbau von Schotter, ehe 1980 der Pachtvertrag ablief. Danach wurde das Gestein laut Steinbruch-Eigentümer Hubertus Disch nur noch mit Sondergenehmigung für die Yacher Wege gebrochen. Doch auch dies ist inzwischen eingestellt. Der Steinbruch liegt an der Westgrenze des Granitvorkommens von Triberg im Grenzbereich zum westlich anschließenden Paragneis. An den Bruchwänden zeigen sich tektonische Beeinflussungen wie Ruschelzonen, Verwerfungen und brekziöse Bereiche. Stellenweise kommt Granitporphyr vor.

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Seit rund zehn Jahren sind mit Hilfe der Yacher die Wanderfalken in die Felswand eingezogen. Seit zwei Jahren gehört der Vordere Zinken, in dem der Schneiderbauerhof liegt, zum großen  Yacher Naturschutzgebiet. Es war das 1000. Naturschutzgebiet in Baden-Württemberg und spricht sowohl für die besondere Ökologie von Vorderem und Hinterem Zinken in Yach wie auch für die Freizeitqualität.

Info: Die Siebenfelsen erreicht man am besten bei einer Wanderung von Yach zum Schänzlehof. – Wer es mit dem Auto erreichen möchte, kann den Vorderen Zinken in Richtung Rohrhardsberg bis zu einem Wanderparkplatz fahren. Ausflüger kommen am Schneiderbauernhof mit Vesperstube vorbei.

Autor: Michael Haberer