Rekordmarke für Steuereinnahmen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 24. Januar 2019

Kreis Emmendingen

Das Plus beim Emmendinger Finanzamt liegt über dem Landesdurchschnitt.

KREIS EMMENDINGEN (BZ). Auch im neunten Jahr in Folge hat das Finanzamt Emmendingen mehr Steuern eingenommen – und 2018 mit 770,5 Millionen Euro einen neuen Höchststand verzeichnet. Dies hat Amtsleiter Halgar Bürger mitgeteilt. Gegenüber 2017 beträgt das Plus 45 Millionen Euro (6,3 Prozent). Der Anstieg war damit höher als in Baden-Württemberg gesamt (4,8 Prozent).

Ergiebigste Steuerquellen waren nach der Auflistung der Emmendinger Behörde die Lohnsteuer mit 318 Millionen Euro (plus 9,7 Prozent) und die Umsatzsteuer mit 185 Millionen Euro (minus 4,7 Prozent) gefolgt von der veranlagten Einkommensteuer mit 126 Millionen Euro (plus 4,5 Prozent).

Der Rückgang der Umsatzsteuer erklärt sich laut Halgar Bürger aus dem hohen Exportanteil der Unternehmen im Amtsbezirk, der steuerfreie Umsätze mit Vorsteuerabzug mit sich bringt. Der Anstieg der Körperschaftsteuer auf 42 Millionen betrug lediglich 3,7 Prozent. Dafür stiegen die nicht veranlagten Steuern vom Ertrag, die bei Gewinnausschüttungen anfallen, um 89 Prozent auf 27,5 Millionen Euro an. Die Grunderwerbsteuer wuchs mit 23 Millionen Euro um 17 Prozent. Eine Folge des Immobilienbooms, wie Bürger meint.

Die Kirchensteuer stieg um 4,5 Prozent auf 21,5 Millionen Euro. Obwohl die Zahl der Kirchenmitglieder zurückgegangen sei, sei die Steuerart wegen der höheren Summe an Lohn- und Einkommenssteuer angewachsen, antwortete Bürger auf Nachfrage der BZ. Mit 1,1 Millionen Euro stagnierte die Abgeltungssteuer auf dem Vorjahresniveau. "Kein Wunder in Anbetracht der niedrigen Zinsen", wird Bürger zitiert. Die übrigen Steuereinnahmen resultierten aus Solidaritätszuschlägen und Verwaltungseinnahmen.