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25. März 2010
Richtiger Schnitt will gelernt sein
Kreisverband Obstbau, Garten und Landschaft bilanziert bei Hauptversammlung in Bahlingen seine erfolgreichen Aktivitäten.
BAHLINGEN. Der Kreisverband Obstbau, Garten und Landschaft (KOGL) kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2009 zurückblicken. Dieses Fazit zog Kreisvorsitzende Lothar Herb bei der Mitgliederversammlung im "Lamm". Der Verband wird auch in diesem Jahr besonderen Wert auf den Erhalt von Streuobstwiesen legen.
Herb erinnerte an an umfangreiche Vereinsarbeit des vergangenen Jahres und erwähnte die Bildung einer Arbeitsgruppe für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, das neue Logo und den Flyer für die Lehrgänge der Fachwarte. Der für Unkundige schwierig zu findende Lehrgarten in Kenzingen soll Hinweisschilder bekommen. Laut Herb achte der KOGL auch in der Zukunft auf wirksamen Naturschutz, denn ideale Biotope im Kreis Emmendingen ziehen unter anderem Singvögel an, die hierzulande selten geworden sind.Auch Schriftführerin Brigitte Ehret sprach von einem sehr erfolgreichen Vereinsjahr. In ihrer Bilanz hob sie das Interreg-Projekt mit der Aufgabe hervor, alte Obstsorten am Oberrhein zu erhalten. Daran beteiligt sich auch der Pomologenverein: Die Pomologie (nach Pomona, der römischen Göttin des Obst- und Gartenbaus) ist die Lehre von den Obstsorten.
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Brigitte Ehret erinnerte an den Tag der offenen Tür im Kenzinger Lehrgarten, an die Kräuterwanderung im Brettental, einen Ausflug mit 120 Teilnehmern ins Schweizer Rosendorf Nöggenschwiel und die Fachwartefahrt ins Elsass zur Obstversuchsanlage Vexerai. Zur Bilanz gehörten auch die regelmäßigen Arbeitseinsätze im Lehrgarten sowie sowie Streuobstpflegetage auf der Hochburg mit siebzig Fachwarten. Ihren Worten zufolge hätten 50 bis 80 sehr engagierte Ehrenamtliche mitgeholfen, dieses riesige Programm zu absolvieren. Kein Wunder, dass den Mitgliedern des Vorstands bei der Mitgliederversammlung die Begeisterung über ihre Erfolge anzumerken war.
Fachwarteobmann Manfred Ruf berichtete, dass die Ausbildung zum Fachwart oder zur Fachwartin ein Erfolgsmodell sei. Zur Zeit laufe der vierte Kurs über einen Zeitraum von vierzehn Monaten. Welcher Laie weiß schon, dass Eichen oder Linden anders geschnitten werden müssen als Obstbäume? Oder dass nur eine gesunde Mischung verschiedener Apfel- oder Kirschsorten reiche Ernte an den Bäumen reifen lässt. Wer das nicht beachtet, hat zwar blühende Bäume, aber keine Früchte. Dies wissen die Fachwarte, die ihre Kenntnisse über Natur und Kulturlandschaft gern an andere weitergeben.
Laut Schatzmeister Walter Dörenbecher könnten sich einige Schatzmeister vom KOGL eine Scheibe abschneiden: mit geringen Mitteln aus Mitgliedsbeiträgen und Kurseinnahmen zu wirtschaften und ein ausgeglichenes Ergebnis vorzulegen. 2009 gab es Einnahmen von 6306 Euro und Ausgaben von 6263,20 Euro – so wurde sogar ein kleiner Überschuss von 42,80 Euro erzielt.
Kassenprüfer Rudolf Kirch war voll des Lobes über die perfekte Kassenführung, die Dörenbecher vorlegte und den Mitgliedern erläuterte. Kirchs Fazit: "Alle Belege vorhanden, es war ein Genuss, diese Kasse zu prüfen." Die einstimmge Entlastung von Schatzmeister und Vorstand war nur noch Formsache.
Mit großem Interesse folgten die Mitglieder anschließend dem informativen Vortrag von Matthias Hollerbach (Plenum), der den Kaiserstuhl und seine Besonderheiten in Wort und Bild vorstellte.
Autor: Dagmar Barber
