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19. September 2010 16:18 Uhr
Spannende Energiefragen
Das Thema Energie sorgte am Samstag für Hochspannung in der Innenstadt. Dies bewirkte nicht nur die Umweltmesse in der Landvogtei, zu der die Stadt gemeinsam mit 25 Ausstellern eingeladen hatte. Der eher ruhige vierte Energietag wurde kontrastiert oder für manche auch ergänzt durch eine Demonstration von rund 200 Atomstromgegnern.
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Vom Alten Rathaus bis zur Landvogtei marschierten am Samstag die Atomkraftgegner, die gegen die Verlängerung der Laufzeiten für die deutschen Atommeiler lauthals protestierten Foto: Markus Zimmermann
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Gut beraten ist die halbe Miete - interessierte Besucher beim Emmendinger Energietag am Samstag in der Landvogtei Foto: Markus Zimmermann
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Pellets machen nicht nur warm - eine ganz andere Verwendung für den Bioheizstoff fand sich beim Emmendinger Energietag am Samstag in der Landvogtei Foto: Markus Zimmermann
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Vom Alten Rathaus bis zur Landvogtei marschierten am Samstag die Atomkraftgegner, die gegen die Verlängerung der Laufzeiten für die deutschen Atommeiler lauthals protestierten Foto: Markus Zimmermann
Diese protestierten unüberhörbar gegen die Verlängerung der Laufzeiten deutscher Atommeiler.
"Wir haben die bessere Lösung" lautete der Slogan auf einem der Ausstellerplakate, das für regenerative Energien warb. Dieses Motto nahmen auch die Demonstranten für sich in Anspruch. Sie kritisierten die von Schwarz-Gelb vorgesehene Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke, machten aufs Sicherheitsrisiko und die unbeantwortete Frage der Lagerung von ausgebrannten Brennstäben aufmerksam. Als Gegenmodell forderten die Demonstranten noch mehr Anstrengungen auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Durch die Rückenstärkung für Atomkraft würden diese innovativen Technologien geschwächt.
Innovative Technologien bildeten einen Schwerpunkt beim Energietag. Die meisten der 25 Aussteller äußerten sich zufrieden mit dem Besuch, zumal die Erwartungen nicht allzu hoch angesetzt waren. "Viele fragten nach Energiespartipps und zum Ökostrom", konkretisierte Angela Schulz von den Stadtwerken das Interesse. Dass die Besucher ihre Stände mit ganz gezielten Fragen aufsuchten, stellten auch die Handwerksbetriebe fest. "Neben der Fotovoltaik gab es großes Interesse an den Lüftungsanlagen für voll isolierte Wohnungen", so Elektromeister Bernd Lang. Dass auch beim Energiesparen und erneuerbaren Energien kritisches Hinterfragen notwendig sei, betonte Jörg Vonalt. "Es wird vieles wunderbar beworben, doch sollten die Interessierten prüfen, ob letztlich auch gehalten wird, was versprochen ist", so der Bauträger.
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Karl-Heinrich Jung, Geschäftsführer der Stadtwerke Emmendingen, berichtete von Besuchern, die ihn nach dem Partner EnBW fragten. Diesen könne er erklären, dass die Stadtwerke bei EnBW schon seit Jahren keinen Strom einkaufe und stark auf regionale Energieerzeugung setze. "Diese Geschäftspolitik wird durch die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke schwieriger", sah er Parallelen zu den Anliegen der Demonstranten.
Autor: Markus Zimmermann


