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30. Mai 2008

"Stadt und Land werden immer mehr eins"

Bei Glaesers Verabschiedung würdigt der Zweckverband Regio-Nahverkehr im Landratsamt die Architekten des ÖPNV

  1. Freude und Erinnerungen: Von links Freiburgs OB Dieter Salomon, der frühere Landrat Jochen Glaeser, seine Nachfolgerin Dorothea Störr-Ritter und der Emmendinger Landrat Hanno Hurth. Foto: Hans-Jürgen Truöl

KREIS EMMENDINGEN. Hoch die Gläser auf Glaeser: Der frühere Landrat des Kreises Breisgau-Hochschwarzwald erfuhr am späten Mittwochnachmittag im Emmendinger Landratsamt eine weitere Verabschiedung: Der Freiburger Oberbürgermeister Dieter Salomon und seine Nachfolgerin Dorothea Störr-Ritter würdigten mit goldenen Worten und blumigen Präsenten das langjährige Wirken Jochen Glaesers im Zweckverband Regio-Nahverkehr-Freiburg (ZRF).

Dessen Vorsitzender ist Salomon, sein Stellvertreter der Emmendinger Landrat Hanno Hurth. Und so hatte, bevor Glaeser die Bühne betrat, die Verbandsversammlung eine Formalie zu erledigen: Störr-Ritter, seit nun fast genau 100 Tagen Landrätin des Kreises Breisgau-Hochschwarzwald, wurde einstimmig zur stellvertretenden ZRF-Vorsitzenden gewählt.

Salomon lobte Glaeser, den früheren Emmendinger Landrat Volker Watzka und seinen eigenen Freiburger Amtsvorgänger Rolf Böhme als "Architekten des Erfolgsmodells ÖPNV in unserer Region". Was heute selbstverständlich sei, "stieß vor 25 Jahren noch auf große Skepsis". Damals habe es noch gar keine regionale Zusammenarbeit gegeben, erinnerte Salomon an eine Watzka-Einschätzung. Den Einsatz für den ÖPNV würdigte Salomon als "visionäre und strategische Leistung". Das funktionierende Angebot trage ganz erheblich zur Attraktivität der Region bei: "Stadt und Land werden immer mehr eins", so der Freiburger OB.

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Störr-Ritter würdigte ihren Vorgänger als "Sachwalter des Kreises und der Region". Sie werde auch dessen grenzüberschreitende und völkerverbindende Impulse aufgreifen, erklärte die neue Landrätin des Kreises Breisgau-Hochschwarzwald mit Wohnsitz Waldkirch.

Glaeser selbst nutzte die Gelegenheit im großen Sitzungssaal des Emmendinger Landratsamt mit Genuss, sich ausführlich an die Entwicklung des ÖPNV zu erinnern. Der mühsam geschaffene Verkehrsverbund trage bis heute maßgeblich zum Regiobewusstsein bei. Um den ÖPNV zu entwickeln, habe sich der Zweckverband entschlossen, "eigenes Geld in die Hand zu nehmen, nannte Glaeser eine der Bedingungen der Erfolgsgeschichte.

Bei einem Empfang mit Buchholzer Spätburgunder und feinen Happen stießen die Gäste auf Glaesers Wohl und das der Region an. Die entspannte Stimmung bewies, dass die Chemie in der Verbandsversammlung stimmt und es kein Stadt-Land-Gefälle gibt. Besonders von der Dachterrasse des Emmendinger Landratsamts mit ihren Panoramablicken aus gesehen.

Autor: Hans-Jürgen Truöl


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