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09. Oktober 2008

Vom Bandgerät zum Laptop

Klingende Steinhalle hatte eine gute Resonanz

EMMENDINGEN. Klaus Weinhold ist noch ganz begeistert: Mit Emphase berichtet er der BZ von der letzten "Klingenden Steinhalle" am Wochenende. Wie in den Jahren zuvor zeigte Weinhold gemeinsam mit ehemaligen Schülern und seiner Frau elektronische Soundperformance, unterbrochen durch Klavierimprovisationen. Das Programm nennt außer ihm ein weiteres halbes Dutzend Namen. Erstmals, berichtet Weinhold, sei ein Laptop zum Einsatz gekommen – vor 20 Jahren, erinnert sich der Soundingenieur, hätten sie noch mit Bandgeräten in der Steinhalle gesessen.

Weinhold greift in seiner Arbeit aktuelle Emmendinger Ereignisse auf. Er berichtet von einem afrikanischen Gottesdienst, einer französischen Sängerin – aus solchen Klängen formt Weinhold neue Töne und mischt sie mit synthetischer Musik. Das Wort Metamorphose fällt bei ihm häufiger. Das Stilmittel, Klänge rückwärts zu spielen, habe schon Johann Sebastian Bach genutzt, weiß er.

Von Bach (u.a. "Kyrie eleison") und Liszt ("Liebestraum") stammten auch die Vorlagen für die Klavierimprovisationen Weinholds. Dass der Rückgriff auf Vertrautes ihm wichtig ist, kann man dabei nicht überhören: Wie im vergangenen Jahr berichtet Weinhold von einem Besuch an einer Orgel, an der er vor 60 Jahren mit der Musik begann. Die "Klingende Steinhalle" dauerte von Freitag bis Sonntag. Erstmals kamen auch Gäste aus Frankreich, Weinhold freute sich über besonders guten Besuch am Sonntag.

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Veranstalter der Performance war das Zentrum für Elektronische Musik in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Emmendingen. Die nächste Veranstaltung soll im September 2009 stattfinden.

http://www.zem.de/  

Autor: Frank Berno Timm