Chancen und Risiken

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 06. September 2016

Kreis Lörrach

AOK empfing Armin Schuster (CDU) zum Dialog mit der Politik.

LÖRRACH (BZ). Nach dem Besuch des SPD-Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger zum gesundheitspolitischen Dialog traf sich nun auch der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster (CDU) mit den Geschäftsführern der AOK Hochrhein-Bodensee Uwe Schreiber und Uwe Daltoe. Die Hausarzt-zentrierte Versorgung (HZV) sowie die elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge standen laut einer Mitteilung der AOK im Zentrum des Gesprächs.

Die AOK Baden-Württemberg habe der Landesregierung bereits zu Jahresanfang ein Konzept zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte vorgelegt. Der CDU-Obmann im Innenausschuss Schuster warnte davor, falsche Erwartungen zu wecken. Flüchtlinge haben in Deutschland Anspruch auf die Behandlung von Akutkrankheiten. Die Gesundheitskarte könne vollen Versicherungsanspruch suggerieren und so von kriminellen Schleppern als Werbeinstrument genutzt werden.

Wie Stickelberger zuvor lobte auch Schuster die Hausarzt-zentrierte Versorgung und den nachgewiesen positiven Auswirkungen. "Wir müssen ganz besonders im ländlichen Raum die Position von Haus- und Fachärzten stärken, um dem drohenden Ärztemangel entgegen zu wirken", sagte er. "Wenn die AOK hier eine alternative Versorgungsstruktur auf die Beine stellt, können sowohl die Versicherten als auch die teilnehmenden Ärzte davon profitieren." Besonders interessant fand der CDU-Politiker laut der Mitteilung das Konzept der Versorgungsassistentin für Hausärzte. Die VERAHs tragen nach einer Zusatz-Qualifizierung mit Hausbesuchen und Facetten der ärztlichen Grundversorgung zu einer Entlastung der Hausärzte bei.