"Große Koalition" am Hochrhein für A 98

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 05. April 2014

Kreis Lörrach

CDU- und SPD-Abgeordnete, Bürgermeister und Landräte bei Bundesverkehrsminister Dobrindt.

LÖRRACH (BZ). Die Hochrheinregion braucht dringend die A 98 als leistungsfähige Ost-West-Verbindung, langfristig auch als Schnellverkehrsachse in Richtung Bayern: Dies betonte eine Delegation regionaler Amts- und Mandatsträgern am Freitag in Berlin im Gespräch mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Die "Große Koalition" aus CDU- und SPD-Abgeordneten sowie Landräten und Bürgermeistern habe für den zügigen Weiterbau der Autobahn geworben und Plänen für eine Bundesstraße eine Absage erteilt, heißt es in einer Mitteilung.

Teilnehmer waren aus dem Kreis Lörrach der CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Schuster, Landrätin Marion Dammann sowie Oberbürgermeister Klaus Eberhardt (Rheinfelden) und Bürgermeister Arthur Bugger (Schwörstadt. Die Vertreter der Region hätten deutlich gemacht, dass Erreichtes nicht wieder zunichtegemacht werden dürfe. Die Landesregierung Baden-Württemberg hatte die Abschnitte als Bundesstraße und als Autobahn beim Bundesverkehrsministerium angemeldet. Die Gruppe warb dafür, die A 98 auch im neuen Bundesverkehrswegeplan zunächst als halbe, dreistreifige Autobahn bis Waldshut-Tiengen im vordringlichen Bedarf zu belassen. Damit sei ein Kompromiss gefunden für einen durchgängigen einheitlichen Lückenschluss mit positivem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Die A 98 sei eine begonnene Maßnahme, Teilstücke seien realisiert oder in Bau. Die volle Verkehrswirksamkeit werde aber erst erreicht, wenn die Lücken geschlossen sind. Ein Stückwerk aus Autobahn, halbfertiger Autobahn und Bundesstraße könne nicht das Ziel sein. Die A 98 sei zur wirtschaftlichen Erschließung des Hochrheins dringend erforderlich. Jedes Jahr ohne diese Verbindung koste volkswirtschaftlich 30 Millionen Euro.

Vertreter des Ministeriums hätten erläutert, dass die "längsgeteiligte Dringlichkeit" eine mögliche Einstufung im Bundesverkehrswegeplan bleibe. Da die hierfür notwendigen Begutachtungen und Prüfungen erst gegen Ende des Jahrres abgeschlossen sein werden, sagte Dobrindt zu, dass sich seine Parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär persönlich ein Bild von der Situation A 98 vor Ort verschaffen werde. Das Ministerium halte an dem Ziel fest, den Abschnitt 98.5 zwischen Karsau und Schwörstadt verkehrswirksam zu machen.