IG BCE in Sorge um Standort

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 07. September 2013

Kreis Lörrach

Runder Tisch zur Chemie.

GRENZACH-WYHLEN (BZ). Die Beschäftigten in der Chemie- und Pharmaindustrie am südbadischen Ufer des Hochrheins sorgen sich nach Angaben der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) Baden-Württemberg zunehmend um das regionale Investitionsklima und damit um ihre Arbeitsplätze. Die IG BCE vertritt die rund 4500 Beschäftigten der Branche auf der deutschen Seite des Hochrheins und will mit einem runden Tisch die Folgen politischer Entscheidungen bewerten. Zur Auftaktveranstaltung am Dienstag, 10. September (16.30 bis 18 Uhr) wird Landeswirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) erwartet, kündigt die IG BCE an.

Die Beschäftigten der Chemie- und Pharmaindustrie spürten in der Öffentlichkeit ein negativ besetztes Image der Branche; angesichts des weltweiten Konkurrenzdrucks unter dem gerade die Chemieindustrie stehe, verstärke das die Ängste um die Arbeitsplätze. Beispielhaft dafür seien die Diskussionen in Grenzach-Wyhlen um die Ansiedlung der Firma Zimmermann im BASF-Areal, die am Ende in einer von der Gemeinde beschlossenen Veränderungssperre mündeten. Die politischen Auseinandersetzungen, diese bewirkt haben, seien aus Sicht der Gewerkschaft zwar wichtig. Indes sei die IGBCE auch der Auffassung, dass die Konsequenzen für die Wirtschaftsregion zu wenig berücksichtigt worden seien. "Wir machen uns große Sorgen um die Zukunft der Arbeitsplätze in der Region", so Landesbezirksleiterin Catharina Clay.

Die Diskussion und der Protest berücksichtigten nicht ausreichend, dass die Chemieunternehmen entscheidend zu Beschäftigung und Wohlstand der Region beitrügen. So seien neben den direkt Beschäftigten der Branche weitere 4000 Beschäftigte als Dienstleister und Zulieferer für diese Betriebe tätig. Zudem flößen jährlich zweistellige Millionenbeträge an Investitionen in diese Region, was Beschäftigung sichere und fördere. "Eine Diskussion, die auf Verhinderung oder Erschwernis von Industrie gerichtet ist, gefährdet diese mit den Arbeitsplätzen und damit verbundenen strukturellen regionalen Beiträge", betont Clay.