"Keiner darf auf seinem Ausbildungsweg verloren gehen"

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 11. September 2018

Lörrach

Der Landtagsabgeordnete Josha Frey (Grüne) besuchte auf seiner Sommertour die gemeinnützige GmbH Hilfe für Beruf und Leben.

LÖRRACH (BZ). Bei seiner Sommertour besuchte der grüne Landtagsabgeordnete Josha Frey die Bildungseinrichtung Hilfe für Beruf und Leben (HBL), eine gemeinnützige GmbH, an ihrem Standort in Lörrach. Sie wurde mit dem Ziel gegründet, benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene auf ihrem Weg in die berufliche Zukunft zu begleiten und sie beim Übergang von der Schule in eine Ausbildung oder während der Ausbildung zu unterstützen.

Bei einem Gespräch am Standort Lörrach mit Ralf Lauber, Geschäftsführer, Martin Kaiser, Geschäftsstellenleiter in Lörrach, und Ulla Pavelka, Koordinatorin des Angebots Berufseinstiegsbegleitung, informierte sich der Josha Frey über aktuelle Entwicklungen der Einrichtung. Die HBL bietet verschiedene Unterstützungsangebote im Auftrag der Agentur für Arbeit an, unter anderem die Berufseinstiegsbegleitung, ausbildungsbegleitende Hilfen sowie die Assistierte Ausbildung. Mit der Berufseinstiegsbegleitung werden Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse begleitet, damit sie ihren schulischen Abschluss schaffen und einen Ausbildungsplatz erhalten. Auch die ersten Monate der Ausbildungszeit erhalten die jungen Erwachsenen, falls notwendig, noch weitere Unterstützung.

Die Programme ausbildungsbegleitende Hilfe und Assistierte Ausbildung greifen für Jugendliche in der Ausbildung. Der unterstützende Unterricht findet an Randzeiten der Berufsschule oder nach den Betriebszeiten in Kleingruppen statt.
Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an sechs Standorten sind in den beiden Landkreisen Lörrach und Waldshut beschäftigt und begleiten in den drei genannten Programmen rund 1000 Jugendliche, darunter sind mittlerweile auch viele Geflüchtete.

"Die Betriebe im Landkreis schätzen unsere Arbeit sehr und sind erfreut darüber, dass die Maßnahmen komplett von der Bundesagentur für Arbeit übernommen werden", so Martin Kaiser. "Auch große Unternehmen, die früher sehr hohe Anstellungsvoraussetzungen für Auszubildende stellten, kommen heute auf uns zu", ergänzt Ulla Pavelka. Aktuell sei es für viele Betriebe schwierig, Auszubildende zu finden. Dies sei jedoch eine Chance für schwächere Schülerinnen und Schüler. Umso wichtiger sei jedoch dann die Unterstützung während der Berufsschule.

"Betriebe müssen heute viel aktiver nach Auszubildenden suchen als früher. Neben der betrieblichen Notwendigkeit sehe ich jedoch auch die soziale Verantwortung, die Betriebe wahrnehmen, in dem sie Lehrlinge unabhängig von persönlichen Voraussetzungen, Herkunft und Nationalität eine Möglichkeit für eine qualifizierte Ausbildung bieten", sagte Josha Frey. "Kein Auszubildender darf auf seinem Ausbildungsweg verloren gehen."