Mehr als Händchen halten neben dem Bett

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 28. Juni 2017

Kreis Lörrach

Ambulante Hospizgruppe Grenzach-Wyhlen feiert 25-jähriges Bestehen mit zwei Veranstaltungen.

GRENZACH-WYHLEN (BZ). Ambulante Hospizarbeit ist nicht nur neben dem Bett sitzen und Händchen halten. Orientiert an den körperlichen, seelischen, sozialen und spirituellen Bedürfnissen von Schwerkranken, Sterbenden und deren Angehörigen werde vorrangig eine verantwortbare Begleitung in der häuslichen Umgebung angeboten, heißt es in einer Mitteilung der Ambulanten Hospizgruppe Grenzach-Wyhlen, die mittlerweile seit 25 Jahren besteht. Darin engagieren sich rund 30 Frauen und Männer im Dreiländereck ehrenamtlich, fachlich ausgebildet und professionell unterstützt.

Unter dem Namen "Lebensbrücke" Christel Friedrich begann im Mai 1992 mit einer Gruppe Gleichgesinnter die ambulante Hospizarbeit in Grenzach-Wyhlen. Frauen und Männer begleiten im Sinne der Hospizidee Schwerkranke und Sterbende zu Hause, im Krankenhaus oder im Pflegeheim. Schon nach wenigen Monaten wurde der Wirkungskreis auf die Städte Lörrach, Weil am Rhein, Rheinfelden und Umgebung ausgedehnt. Die Mitgliedschaft im Dachverband Internationale Gesellschaft für Sterbebegleitung und Lebensbeistand garantiert den Einsatz fachlich geschulter Personen in der Begleitung. Seit 1997 heißt die Gruppe Ambulante Hospizgruppe Grenzach-Wyhlen. Die Nachfrage erfordert immer mehr auch die Begleitung der Angehörigen und trauernder Menschen. Schon seit Beginn gibt es die Gruppe "Trauernde Eltern". Zudem werden Trauer-Einzelbegleitungen und Gruppen für trauernde Erwachsene angeboten. Auch Kinder und Jugendliche werden in die Trauerarbeit mit einbezogen. In Zusammenarbeit mit dem Stationären Hospiz am Buck wird seit 2015 das Trauercafé in Lörrach betreut.

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens organisiert die Ambulante Hospizgruppe Grenzach-Wyhlen für Mitglieder, Freunde und Interessierte zwei Veranstaltungen: Am Samstag, 1. Juli, 19 Uhr, trägt die Therapeutin und Trauerbegleiterin Monika Müller aus Bonn "Das Märchen von der TrauerVERarbeitung" im Hebelsaal des Dreiländermuseums (Basler Straße 153) in Lörrach vor. Im Dialog mit Masken und in Form eines Märchens referiert sie zum Thema Trauer und die Theorie der Verarbeitung. In einem anschließenden Apéro besteht die Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen. Am Samstag, 21.Oktober, 19 Uhr, führt die Theatergruppe mini-art die szenische Lesung "Oskar und die Dame in Rosa" im Alten Rathaus in Weil am Rhein auf.

Kontakt: Ambulante Hospizgruppe Grenzach-Wyhlen, Homepage: http://www.hospizambulant.de E-Mail: info@hospizambulant.de, Vorsitzende: Christa Häfner, Koordinatorinnen: Eva-Maria Neumann und Erna Erbe, Telefon 07621/5791042 oder 0151/55821325