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27. Juni 2015

Mit großem Engagement vor Ort zu einem Teilerfolg

Dammann und Schuster zur Einigung beim Ausbau Rheintalbahn.

  1. Die kreuzungsfreie Verknüpfung erhöht die Kapazität des Katzenbergtunnels für den Güterverkehr gegenüber der bisherigen Planung. Foto: dpa

LÖRRACH (gra). Die Lörracher Landrätin und Vorsitzende des Regionalverbandes Hochrhein-Bodensee Marion Dammann zeigt sich in einer Pressemitteilung erfreut, dass im Projektbeirat zur Rheintalbahn am Freitag "wichtige Verbesserungen" vereinbart wurden. Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Schuster begrüßt die beschlossene kreuzungsfreie Verknüpfung von alter und neuer Strecke südlich von Freiburg. Einen Durchbruch zur "besten Lösung" indes habe die grün-rote Landesregierung mit der Vorfestlegung auf einen Kostendeckel verhindert.

In der Sitzung sei erkennbar gewesen, dass Bund und Land die Sorgen und Bedürfnisse der Bevölkerung in Müllheim und Auggen, die zum Vorschlag einer "besten Lösung" geführt haben, ernst nehmen, hält die Landrätin fest. Die nun gefassten Beschlüsse beruhten auf einer intensiven fachlichen Erörterung, wie die Planungen verbessert werden könnten, mit der Region. Als Ergebnisse des Engagements vor Ort nennt Marion Dammann Lärm-Vollschutz, eine landschaftsbild- und städtebaulich verträgliche Gestaltung der Lärmschutzbauten und die kreuzungsfreie Verknüpfung der Trassen bei Hügelheim. Dies erhöhe die Kapazität des Katzenbergtunnels für den Güterverkehr gegenüber der bisherigen Planung.

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Schuster und sein Parteikollege Patrick Rapp, Landtagsabgeordneter im Breisgau, hätten sich für Auggen und Müllheim eine bessere Lösung mit der optimierten Kernförderung 6 gewünscht. Dass die Maximalforderung einer Tieflage in dem Bereich nicht kommt, lasten sie Landesverkehrsminister Winfried Hermann an. Die grün-rote Landesregierung habe wohl nie ein echtes Interesse an der "besten Lösung" gehabt. Dass mit einer optimalen Auslastung des Katzenbergtunnels beim Güterverkehr die befürchteten negativen Lärmauswirkungen auf der alten Trasse bei Bad Bellingen und Efringen-Kirchen vermieden werden können, werten die beiden CDU-Abgeordneten als Teilerfolg. Dieser sei dem Einsatz von Bürgerinitiativen und kommunalen Vertretern, besonders der beiden Landrätinnen Marion Dammann und Dorothea Störr-Ritter (Breisgau-Hochschwarzwald) zu verdanken. Vor einem Jahr schienen diese Verbesserungen noch undenkbar, befinden Schuster und Rapp. Denn der Abschnitt Müllheim/Auggen sei nicht Bestandteil der ursprünglichen Kernforderungen bei Baden 21 gewesen, rufen die CDU-Abgeordneten in Erinnerung. Besonders überwachtes Gleis, Schienenstegbedämpfung, niveaufreie Verknüpfung und Vollschutz beim Lärm inklusive gestalterischer Maßnahmen: Nach solchen, nunmehr erzielten Erfolgen sehnten sich die Menschen in Eimeldingen und Weil am Rhein-Haltingen, schreibt Schuster. Als Haltinger tue es ihm besonders weh, dass er sich nicht früher im Bundestag für die Rheintalbahn einsetzen konnte, um in seinem Wohnort und in Eimeldingen einen vergleichbaren Standard zu erreichen.

Autor: gra