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16. Juli 2014

Region will Niveaufreiheit

Verknüpfung der Bahntrassen im Markgräflerland bleibt Thema.

  1. Das dritte und vierte Gleis halten das Markgräflerland in Atem. Foto: Münch

WALDSHUT-TIENGEN (alb). Die niveaufreie Verknüpfung der alten Rheintalbahn und des dritten und vierten Gleises im Markgräflerland nördlich des Katzenbergtunnels bleibt zentrale Forderung der Region. Nur mit dieser technischen Nachrüstung lasse sich das Potenzial der Strecke so nutzen, dass der Regionalverkehr zwischen Basel und Freiburg weiter entwickelt und ausgebaut werden könne. Darauf wies Karl Heinz Hoffmann-Bohner am Dienstag in der Versammlung des Regionalverbands Hochrhein-Bodensee hin. Zusätzlichen Druck erzeuge nicht zuletzt die Entscheidung der Europäischen Union, dem Transitgüterverkehr auf der Strecke Vorrang einzuräumen, erläuterte der Geschäftsführer des Verbands im Landratsamt in Waldshut-Tiengen weiter. "Wir müssen alles daran setzen, die Infrastruktur so zu bauen, dass die Kapazität der Strecke ausgeschöpft werden kann", betonte Hoffmann; anderenfalls drohe der Nahverkehr zum Verlierer zu werden.

Der Projektbeirat, der am Montag in Berlin tagte, hat sich in der Frage aber keineswegs abschließend positioniert, berichtete Landrätin Marion Dammann. Im Gegenteil: Die zuletzt in der Region favorisierte und von der IG Bohr entwickelte "beste Lösung" einer Tieflage zwischen Müllheim und Auggen und damit verbunden eine weichenfreie Verknüpfung der Trassen stoße bei der Bahn auf Vorbehalte. Das Unternehmen bezweifele, dass das Modell ohne hohe Mehrkosten realisierbar sei. Daher werde der Vorschlag nun vertiefend betrachtet und im Spätherbst erneut im Projektbeirat bewertet, so Dammann. Angesichts der Lage sei es aber wichtig, auch die Alternative, die kreuzungsfreie Verknüpfung bei Hügelheim, die zuletzt ins Abseits geraten war, nicht aus dem Blick zu verlieren. Denn ohne eine technische Ergänzung nördlich des Tunnels werde es allemal schwierig, den Nahverkehr auf der Rheintalachse auszubauen.

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Autor: alb