Riehen fordert nachhaltige Sanierung

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 21. August 2014

Basel

Gemeinde appelliert ans Landratsamt, die Sanierung der Kesslergrube in Grenzach zu überdenken.

RIEHEN (BZ). Der Riehener Gemeinderat fordert in einer Mitteilung eine nachhaltige Sanierung der Kesslergrube in Grenzach-Wyhlen. In einer am Mittwoch verabschiedeten Stellungnahme appelliert das Gremium ans Landratsamt Lörrach, die vorgesehene Sicherung des Perimeters zwei zu überdenken und von der BASF eine langfristige Lösung zu verlangen. Begründet wird das vor allem mit der Trinkwasserversorgung aus den Langen Erlen, die aus dem Rhein gespeist wird. Die Rohwasserfassung befinde sich nur rund 2,5 Kilometer unterhalb des Auslaufbauwerks der Kläranlage für das BASF-Areal, bei welchem sich die Kesslergrube befinde. Riehen sei von der Sanierung also "unmittelbar betroffen".

Die Gemeinde begrüße es zwar grundsätzlich, dass die Altlast saniert werden soll. Im Perimeter 1 der Grube werde mit Entfernung des belasteten Bodenmaterials auch den Erwartungen an eine Sanierung entsprochen; die geplante Einkapselung des Perimeters 2 sei aber keine Sanierung im eigentlichen Sinne, sondern eine Sicherung der vorhandenen Altlast. "Damit wird das Problem nicht gelöst, sondern seine Lösung späteren Generationen überlassen", heißt es in der Pressemitteilung. Der Gemeinderat halte das Sanierungsverfahren deshalb für nicht nachhaltig – ein Schluss zu dem auch das von der Gemeinde, vom Landratsamt und von der BASF in Auftrag gegebene Nachhaltigkeitsgutachten komme.

Die im Boden verbleibende Altlast stelle somit weiter eine potenzielle Gefährdung des Grund- und Rheinwassers und somit auch des Trinkwassers von mehr als 200 000 Konsumenten in der Region dar. Deshalb müsse die Einkapselung neu bewertet werden. Damit unterstütze Riehen das Anliegen Grenzach-Wyhlens, das ebenfalls eine nochmalige Überprüfung der Sanierungsmethode fordert.