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14. November 2013

Schuster fordert Konferenz am Hochrhein

Elektrifizierung diskutieren.

LÖRRACH (BZ). Mit Blick auf die jüngsten Äußerungen von schweizerischen und deutschen Vertretern des Trinationalen Eurodistrictrats Basel für eine rasche Elektrifizierung der Hochrheinstrecke, fordert Bundestagsabgeordneter Armin Schuster von der Landesregierung, mit der Region in einen Dialog zu treten, heißt es in einer Pressemitteilung. "Wir müssen schnellstmöglich hier vor Ort die Frage klären, welcher Weg den Bürgerinnen und Bürgern beiderseits des Hochrheins eine spürbare, machbare und ökologisch vertretbare Nutzensteigerung im Bahnverkehr bringt", schreibt Schuster Dies habe er bereits im Wahlkampf angeregt.

Armin Schuster habe sich deshalb mit dem Vorschlag an Landesverkehrsminister Winfried Hermann gewandt, am Hochrhein eine überparteiliche Verkehrskonferenz von schweizerischen und deutschen Verantwortungsträgern der betroffenen Kommunen, Landkreise, des Regierungspräsidiums der Kantone sowie der Regierungen der Schweiz und des Landes Baden-Württemberg durchzuführen.

Leider scheine die Elektrifizierung bei der Landesregierung keine Priorität zu genießen, heißt es in der Mitteilung weiter. Schuster habe Informationen, dass die Landesregierung und die Schweiz insgeheim bereits über Zwischenlösungen wie beispielsweise die Dieselhybridtechnologie verhandelten. Eine vergleichende Gegenüberstellung zur technischen Machbarkeit, ökologischen Effektivität und wirtschaftlichen Effizienz sei jedoch mit der betroffenen Region am Hochrhein bisher nicht erörtert worden. Schuster zeigte sich überzeugt, dass sich die Elektrifizierung langfristig als die wirtschaftlich und ökologisch beste Alternative erweisen werde und beurteilte, wie bereits der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Paul Renz, alternative Zwischenlösungen mit Vorsicht.

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Wenn die Landesregierung endlich ihren Worten Taten folgen lasse und die Finanzierung notfalls mit einem größeren Eigenanteil sicherstelle, werde sich auch die Verhandlungsposition gegenüber der Schweiz erheblich verbessern, glaubt Schuster. Immerhin hätten die betroffenen Landkreise eine finanzielle Beteiligung zugesagt, und die Mitfinanzierung durch die Schweizer Kantone scheine ebenfalls möglich. Die Schweiz gelte bahntechnisch als durchgängig elektrifiziert, so dass sich auch die Schweizer Regierung am Hochrhein nicht dauerhaft gegen diese Lösung stellen werde.

Autor: bz