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11. Juli 2011

Sprungspaß braucht ein paar Regeln

Kinderchirurgen des "Eli" warnen vor der Verletzungsgefahr beim Trampolinspringen.

  1. Ohne Netz und zu dritt auf dem Trampolin: Das ist aus Sicht der Kinderchirurgen des „Eli“ nicht unbedingt best practice. Foto: BZ

LÖRRACH (BZ). Die Kinderchirurgie im St. Elisabethen-Krankenhaus ("Eli") meldet eine "drastische Zunahme" von Verletzungen bei Kindern, die durch die Benutzung eines Trampolins im Garten oder in geschlossenen Räumen entstehen. Wie der Leitende Arzt der Abteilung für Kinderchirurgie, Tobias Berberich, in einer Mitteilung weiter berichtet, werden derziet pro Woche zwischen fünf und zehn Kinder mit teilweise schweren Verletzungen wie Arm- oder Beinbrüchen, schweren Zerrungen oder auch Kopfverletzungen im St. Elisabethen-Krankenhaus behandelt. In Folge würden dann oft Operationen und stationäre Behandlungen im Krankenhaus notwendig.

Die Verkaufszahlen für große Trampoline steigen stetig – insbesondere seit das Trampolinspringen 2000 in Sydney erstmals olympische Disziplin wurde. Inzwischen fänden sich in in vielen Gärten und Einrichtungen solche Spiel- und Sportgerät, so das "Eli". Es gibt aber einige wichtige Hinweise, die Eltern und Betreuern beachten sollten, damit das Unfallrisiko möglichst klein gehalten werden kann.

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Tobias Berberich zum Beispiel rät, darauf zu achten, dass sich immer nur ein Kind auf dem Trampolin bewegt, da aus seiner Erfahrung zirka 75 Prozent der Unfälle entstehen, wenn mehrere Kinder gleichzeitig auf einem Trampolin springen. Es komme dann zwangsläufig zu Zusammenstößen und die führten meist bei dem Kleinsten zu Verletzungen. Zudem sollten die Geräte sollten rings um die Sprungfläche mit einem Netz gesichert sein, um ein Herunterfallen zu vermeiden. Weiterhin dürften die Kinder beim Springen auf gar keinen Fall Schmuck oder Kleidungsstücke tragen, die an Sprungfedern hängen bleiben können. Schließlich müsse immer eine Aufsichtsperson anwesend sein, die zur Not eingreifen und die Kinder vor ungewollten Höhenflügen bewahren könne. Wenn das Kind beim Springen anfängt mit den Armen zu rudern, kann das ein ersten Anzeichen sein, dass es die Kontrolle über den Sprung verliert. Generell sollten die Kinder ohne Schuhe auf dem Trampolin springen, weil dadurch die Gefahr des Umknickens minimiert wird. Doch "wenn diese Punkte beherzigt werden, steht dem Sprungspaß und dieser wunderbaren Form der Bewegung eigentlich nichts im Wege", hält der Arzt fest.

Autor: bz