Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

29. April 2009

"Wir sind in Habt-Acht-Stellung"

Dr. Uwe Hoffmann, Fachbereichsleiter Gesundheit im Landratsamt, zur Schweinegrippe

LÖRRACH. Die weltweite Entwicklungen abwarten und die Situation genau beobachten lautet die Devise beim Landratsamt Lörrach in Sachen Schweinegrippe. "Noch ist es zu früh, um Genaues sagen zu können", sagte Dr. Uwe Hoffmann, Leiter des Fachbereichs Gesundheit, am Dienstag auf Anfrage. Gleichwohl sei Anlass gegeben, die Infektionskrankheit ernst zu nehmen, freilich ohne übertriebene Ängste zu verbreiten. Immerhin bestehe das Risiko, dass es sich eine weltweite Grippeepidemie bildet, von der seit Jahren die Rede ist.

Genaues lasse sich erst in den nächsten Tagen sagen. Insbesondere müsse geklärt sein, warum die Krankheit in Mexiko, wo schon mehr als 100 gestorben sind, anders verläuft als etwa in den USA. Erst danach lasse sich besser einschätzen, wie gefährlich die Schweinegrippe tatsächlich auch für Deutschland ist. Trotz des frühen Stadiums hat das Landratsamt erste Vorkehrungen getroffen. So gibt es seit 2007 einen Influenza-Pandemie-Plan, der über die Homepage einsehbar ist. Spezielle Informationen zur Schweinegrippe will der Fachbereich Gesundheit am Mittwoch online stellen. Bereits am Montagabend ging ein Fax an alle niedergelassenen Ärzte sowie die Krankenhäuser im Landkreis mit Hinweisen, wie mit im Fall der Fälle mit erkrankten Menschen umzugehen ist. "Wir sind in Habt-Acht-Stellung", sagt Hoffmann.

Werbung


Als einfachste Vorsorge gegen die Schweinegrippe, die von Mensch zu Mensch übertragen wird, empfiehlt der Fachbereichsleiter, was auch im Winter bei der saisonalen Influenza-Erkrankung gilt und wirkt: sich häufig die Hände waschen, sich nicht anniesen lassen und andere nicht anniesen. Menschen, die aus Ländern kommen, in denen die Schweinegrippe beim Menschen aufgetreten ist und bei sich Krankheitssymptome vermuten, rät Hoffmann, nach telefonischer Anmeldung den Hausarzt zu kontaktieren. "Nach allem, was wir wissen, ist die Erkrankung empfindlich auf die zur Verfügung stehenden Medikamente."

Mehr Infos unter www.loerrach-landkreis.de (Thema Gesundheit)

Autor: Daniel Gramespacher