Entnahme von Wasser weiter verboten

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 11. September 2018

Kreis Waldshut

Pegelstände noch immer niedrig.

KREIS WALDSHUT (BZ). Im Kreis Waldshut bleibt es verboten, Wasser aus Oberflächengewässern zu entnehmen. Das Landratsamt hat eine entsprechende Verfügung jetzt zum zweiten Mal verlängert. Das erstmals am 4. August ausgesprochene Verbot gilt nun bis zum 15. Oktober.

Verlängert wurde das Verbot nach Angaben des Landratsamts, weil die Wetterprognose für die zweite Septemberhälfte und die erste Oktoberhälfte abgesehen von einigen Gewitterschauern keine nennenswerten Niederschläge vorhersagt. Je nach Wetterlage, so schreibt die Kreisverwaltung, könne das Verbot schon vorher aufgehoben werden; denkbar sei aber auch eine weitere Verlängerung.

Die Wasserstände von Bächen und Flüssen sind weiterhin in einem kritisch niedrigen Bereich. "Durch die anhaltende Trockenheit seit etlichen Monaten und die Wetterprognosen für die nächsten vier Wochen bleiben die Wasserstände in den Gewässern, abgesehen von einigen Wasseranstiegen während lokalen Regenereignissen, weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Die Verlängerung der Allgemeinverfügung bis 15. Oktober war daher aus Gründen des Gewässerschutzes und des Schutzes für den Lebensraum Gewässer geboten", erklärt Jörg Gantzer, Erster Landesbeamter im Landratsamt.

Bei Verstoß Bußgeld bis zu 10 000 Euro

Das Verbot gilt laut Landratsamt sowohl für alle Wasserentnahmen zum Gemeingebrauch als auch für alle bisher wasserrechtlich erlaubten Entnahmen für die Bewässerung und Beregnung in Landwirtschaft, Forst und Gartenbau. In Fällen unbilliger Härte könne das Amt für Umweltschutz eine widerrufliche Ausnahmegenehmigung erteilen, soweit eine Beeinträchtigung des Wohls der Allgemeinheit ausgeschlossen ist.

Betroffen sind alle Wasserentnahmen aus Fließgewässern wie Bächen, Flüssen, Triebwerkskanälen sowie Weihern und Seen. Derzeit ausgenommen sind lediglich die Entnahmen aus dem Rhein und aus dem Grundwasser im erlaubten Umfang. Mit dem Verbot sollen die Tiere und Pflanzen in den Gewässern vor einem weiteren Absinken der Wasserstände geschützt werden. Die niedrigen Wasserstände und mitunter hohe Wassertemperaturen und damit einhergehend geringen Sauerstoffgehalten, sind nach wie vor kritisch für Wasserorganismen, insbesondere für bestimmte Fischarten wie Äsche und Forellen. Wer das Verbot ignoriert, riskiert ein Bußgeld bis zu 10 000 Euro.