Hilfe für Frauen in Not

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 11. Juni 2010

Kreis Waldshut

Seit zehn Jahren ist "donum vitae" im Landkreis in der Schwangerschafts-Konfliktberatung tätig.

KREIS WALDSHUT (hjh). Seit inzwischen zehn Jahren ist der Verein "donum vitae" im Kreis in der Schwangerschafts-Konfliktberatung tätig. Getragen wird er zwar von katholischen Laien, doch werden betroffene Frauen ergebnisoffen beraten. Über 80 Schwangere suchen dort pro Jahr Rat.

Im Konflikt mit einer ungeplanten Schwangerschaft ist guter Rat nicht teuer, sondern gratis. Neben der Diakonie berät am Hochrhein seit nunmehr zehn Jahren der Verein "donum vitae" betroffene Frauen, auf Wunsch auch mit Partner. Obwohl von katholischen Laien getragen, werden die Frauen bei der Frage einer Abtreibung nicht in eine Richtung gedrängt, sondern ergebnisoffen beraten.

Zum Trägerverein, der sich im Kreis Waldshut direkt nach dem Ausstieg der katholischen Kirche aus der Konfliktberatung im Jahr 2000 formierte, hält die Amtskirche einerseits Distanz. Auf der anderen Seite waren es von Anfang an jene katholischen Laien, die das Angebot organisierten: zu Beginn der Lehrer Elmar Senn aus Häusern, von 2002 an die Richterin Margarete Basler.

Die neue Vorsitzende Verena Zeiher aus St. Blasien ist überzeugt, dass die offene Beratung auch dem Anliegen des Lebensschutzes mehr nützt als die Verweigerung – auch wenn am Ende der Schein steht, der auch zu einer Entscheidung gegen das Kind berechtigt. Die Beraterinnen Christina Huttner und Justina Störk, zwei Sozialpädagoginnen mit inzwischen großem Fachwissen, begleiten im Jahr 80 bis 100 ratsuchende Frauen im Alter von 14 bis 48 Jahren. Hilfe wird nach einem Abbruch ebenso geleistet wie nach der Entbindung bis zum dritten Lebensjahr des Kindes. In den zehn Jahren gaben die Beraterinnen über 4000-mal Rat in großen, oft aber auch ganz alltäglichen Fragen.