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05. Dezember 2011

"Ich muss wissen, was die Bürger bewegt"

Beim Besuch des Landtagsabgeordneten Felix Schreiner in der Ganztagsschule der Caritas stellen die Schüler viele Fragen .

  1. Über die Schule mit Ganztagsbetreuung von „Pro Juve“ informierte sich Felix Schreiner (Zweiter von rechts). Mit ihm vor Ort waren (v.l.) Werner Dörflinger, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Caritas, Schulleiter Martin Stanzel, Vertreterin Andrea Weisshaar-Maier, Abteilungsleiter Dieter Weisser und Caritas-Vorsitzender Martin Riegraf. Foto: dinort

KREIS WALDSHUT (tao). Am nördlichen Rande des Lauchringer Gewerbegebietes "Wiggenberg", in der Industriestraße 10, liegt eine Bildungseinrichtung der Caritas-Jugendhilfe "Pro Juve", eine Schule mit Ganztagsbetreuung. Die Einrichtung bietet Hilfen für Kinder und Jugendliche, die in der Regelschule nicht zurechtkommen und in ihrem Lebensumfeld nicht ausreichend integriert sind. Felix Schreiner, Landtagsabgeordneter der CDU, stattete der Schule einen Besuch ab, um mit Lehrern, Betreuern und dem Schulträger ins Gespräch zu kommen. Begleitet wurde er vom Vorsitzenden des Caritasverbandes Hochrhein, Martin Riegraf, dem Vorsitzenden des Caritas Aufsichtsrates, Werner Dörflinger, dem Caritas-Abteilungsleiter Dieter Weisser, Schulleiter Martin Stanzel und dessen Vertreterin Andrea Weishaar-Maier. "Was macht eigentlich ein Landtagsabgeordneter und wie fängt sein Tag an?", wollten die Schüler wissen. "Mein Tag beginnt mit einer Tasse Kaffee und dem gründlichen Lesen der Zeitung", erklärte Schreiner. Da mache er sich Notizen über Veranstaltungen, Jubiläen und andere Ereignissen "denn ich muss wissen, was die Bürger bewegt und was sie auf dem Herzen haben". Dann kam die Frage: "Warum wird für Stuttgart 21 so viel Geld verschwendet?" Schreiner: "Ich meine, dass das Geld hier nicht verschwendet wird. Die Strecken und Einrichtungen entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen, da müssen wir handeln." Er sei überzeugt, "dass die gesamte Region und wir alle einen Nutzen davon haben". Manches konnte der Abgeordnete nicht auf Anhieb beantworten, wie "Wie viele Plätze gibt es im Waldshuter Gefängnis?" oder Fragen nach der Zahl der Arbeitslosen und der Hartz IV Empfänger im Landkreis Waldshut.

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In der anschließenden Runde zog Schreiner eine positive Bilanz: "Ich bin beeindruckt, was in dieser Einrichtung geleistet wird." Für ihn sei es wichtig, dass die Politik und die Träger sozialer Einrichtungen in Kontakt bleiben, um die Bedürfnisse miteinander abzustimmen, "Hilfe zu leisten, wo Hilfe gebraucht wird."

Martin Riegraf verwies auf das sozialpolitische Mandat der Caritas und die jahrelange Erfahrung in der Familien- und Jugendhilfe. Dörflinger: "Wir fördern, ohne ständig zu fordern." Dieter Weisser erinnerte an die gestiegenen Herausforderungen in der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik, "aber wir bieten die Möglichkeit, die Probleme vor Ort zu besprechen und Wege aus der Krise aufzuzeigen."

Autor: bz