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20. Juli 2010

Wenig Geld und Kinderbetreuung belasten erheblich

Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Waldshut legt Ergebnisse einer zweijährigen Studie des Arbeitskreises Einelternfamilie vor.

  1. Die Ansprechpartnerinnen des Arbeitskreises Einelternfamilie im Landkreis Waldshut: Monika Kaiser (Jugendamt), Petra Scherble (Diakonie) und Waltraud Diemer (Caritas; hinten von links) sowie Anette Klaas (Gleichstellungsbeauftragte), Gabriele Trapp (Frauenreferat katholische Regionalstelle) und Christina Huttner (Donum Vitae; vorne von links). Foto: privat

WALDSHUT-TIENGEN (BZ). Die Ergebnisse der über zwei Jahre laufenden Studie zur Situation allein erziehender Mütter im Landkreis Waldshut des Arbeitskreises Einelternfamilie liegen jetzt vor, teilt Anette Klaas, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Waldshut, mit. Bei der Studie ging es in erster Linie um die berufliche, finanzielle und persönliche Situation der Frauen mit mindestens einem Kind unter sechs Jahren sowie um die Qualität und den Bekanntheitsgrad der Beratungsangebote für diese Frauen im Landkreis Waldshut.

Neben der finanziellen Einschränkung bezeichnen die befragten Mütter an erster Stelle die Kinderbetreuung als starke Belastung. In diesem Zusammenhang wird in erster Linie die Betreuung der Kinder außerhalb der regulären Arbeitszeiten und bei Krankheit des Kindes oder der Mutter als Problem gesehen. Und zu den ohnehin schon hohen Anforderungen in der Arbeitswelt komme, so die Studie, ein hohes Maß an Flexibilität, die von Angestellten erwartet werde. Viele Arbeitgeber böten keine familienfreundlichen Strukturen an. Es gebe meist nur starre Kinderbetreuungszeiten, und der Arbeitsplatz richte sich nicht nach einem sinnvollen Tagesablauf des Kindes, so die meisten Befragten. Hinzu komme die enorme Belastung der alleinigen Verantwortung für die Kinder. Meist lebten die Kinder nach einer Trennung oder Scheidung bei der Mutter, da die Väter nicht bereit oder in der Lage seien, sich beruflich einzuschränken. Zudem werde in mehr als der Hälfte der Fälle der Befragung der Kindesunterhalt nicht vom Vater bezahlt.

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Weitere Informationen gibt’s bei Anette Klaas, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Waldshut, Telefon 07751/86-4020 oder per E-Mail unter Anette.Klaas@landkreis-waldshut.de.

Autor: bz