KRITIK IN KÜRZE

Bettina Gröber

Von Bettina Gröber

Di, 07. Februar 2017

Rock & Pop

Twäng!: Freiburger A-cappella-Pop im E-Werk

Abwechslungsreichen A-cappella-Pop, eingebettet in eine rundum unterhaltsame Show: Diesen Mix servierte "Twäng!" jetzt im E-Werk. Sehr zum Genuss des Publikums im restlos ausverkauften Saal – denn die durchweg hörenswerten Versionen bekannter Titel hatten alles, was dem Ohr Vergnügen bereitet. Dabei scheute das Freiburger Ensemble unter der Leitung von Adrian Goldner auch Klassiker aus verschiedenen Jahrzehnten nicht, ob nun Michael Jacksons "Black or White" oder die "Lady Madonna" der Beatles. Gesangstechnisch (natürlich einschließlich Twang-Effekt) ist die junge Truppe durchweg auf der Höhe, auch im E-Werk überzeugten die rund 40 Sängerinnen und Sänger sowohl als Ganzes als auch mit Solopassagen – beim souligen "I Need a Dollar" ebenso wie mit dem "Elastic Heart", bei dem gefühlvoller Gesang mit kräftigen Stimmen kombiniert wurde.

Dass bei "Twäng!" auch Entertainment-Qualität vorhanden ist, bewiesen die knackig-witzigen Moderationen zwischen den Stücken. Eine instrumentale Begleitung hätte man sich an keiner Stelle des Konzerts gewünscht, ganz im Gegenteil. Die musikalische "Rohkost" erhielt einzig bei einigen Liedern noch mehr rhythmische Würze durch Gast-Beatboxer Johannes Jäck. Ansonsten sorgte das Ensemble mit Gefühl ebenso wie mit Power für den richtigen Groove. Das von "Twäng!"-Mitgliedern zu Beginn des Auftritts angekündigte "Menü mit 16 Gängen" war mithin ein äußerst schmackhaftes.