Ritter aus Donaueschingen

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Von epd

Fr, 11. Januar 2019

Kunst

Landesbibliothek Karlsruhe erwirbt Wigalois-Handschrift.

Eine wertvolle mittelalterliche Donaueschinger Wigalois-Handschrift (Cod. Don. 71) hat die Badische Landesbibliothek erworben. Die Handschrift sei ein "nationales Kulturdenkmal von exzeptionellem Wert", teilte die Landesbibliothek am Donnerstag in Karlsruhe mit. Die Handschrift wird am 24. Januar in einem Festakt der Öffentlichkeit präsentiert.

Damit kehre ein um 1420 in der berühmten Lauber-Werkstatt im elsässischen Hagenau produzierter und höchst erzählfreudig illustrierter Artusroman in seinen ursprünglichen Sammlungskontext zurück, heißt es weiter. Der mittelhochdeutsche Versroman sei um das Jahr 1215 entstanden. Darin erzählt der fränkische Dichter Wirnt von Grafenberg die Geschichte des Titelhelden Wigalois, der am Hof des Königs Artus zum Ritter ausgebildet wird.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sagte, die Donaueschinger Wigalois-Handschrift nehme in der deutschen Kunst- und Kulturgeschichte eine herausragende Stellung ein. Die "einzigartige deutschsprachige Bilderhandschrift des Mittelalters" sei auch für das europäische Kulturerbe von außergewöhnlicher Bedeutung.